Master Wirtschaftsingenieurwesen

Steckbrief

FakultätFakultät 6 - Wirtschaftswissenschaften
AbschlussMaster of Science (M.Sc.)
Regelstudienzeit3 Semester
StudienbeginnWinter- und Sommersemester (i.d.R. aber zum Sommersemester)
Zulassungsvoraussetzungen

Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen der TU Bergakademie oder fachlich mind. gleichwertiger berufsqualifizierender Hochschulabschluss mit mind. 7 Semestern.

BewerbungsfristBewerber mit deutschen Schulabschluss bis 30.09. bzw. 31.03. jeden Jahres.

Studienkonzept

Der Wirtschaftsingenieur ist ein Allrounder, denn er ist durch seine breitgefächerte naturwissenschaftliche, ingenieurtechnische und betriebswirtschaftliche Ausbildung in nahezu allen Bereichen einsetzbar. Er soll an den Schnittstellen arbeiten, Spezialisten der verschiedenen Fachdisziplinen verstehen und Brücken zwischen den einzelnen Bereichen schlagen. So wird nicht nur ingenieurtechnischer Sachverstand von ihm verlangt, sondern auch ökonomisches Verständnis und die Fähigkeit, sich schnell in neue Gebiete einzudenken. Auf diesem Ziel baut das Studium des Wirtschaftsingenieurwesens auf, welches durch das Kombinieren von wirtschaftswissenschaftlichen Modulen mit ingenieurfachlichen Disziplinen ein breites Wissen und ein tiefgreifendes Verständnis vermittelt. Das Masterstudium zum Wirtschaftsingenieur bietet den Studierenden die Möglichkeit, dass im Bachelorstudium erworbene Grundwissen weiter auszubauen und zu vertiefen. Durch vielfältige Lehrveranstaltungen im wirtschafts- und ingenieurwissenschaftlichen Bereich können die Studierenden inhaltliche Schwerpunkte setzen und somit den eigenen Interessen folgen. Das Studium umfasst zwei Semester Präsenzstudium und ein Semester Masterarbeit.    

Studienablauf

Studienablauf Master Wirtschaftsingenieurwesen

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Vertiefungen

Rohstoffgewinnung - Tiefbohrtechnik, Erdöl, Erdgas

Geotechnische Studienrichtung mit den Schwerpunkten Öl- und Gasgewinnung aus konventionellen und unkonventionellen Vorkommen (u.a. Schweröl, Grubengas, Gashydrat). Der immer noch steigende Bedarf an diesen Rohstoffen soll durch moderne und umweltschonende Fördermethoden abgedeckt werden. Ein weiteres Anliegen ist der wirtschaftliche Durchbruch der Tiefenenergie zur Erzeugung von Strom und Warmwasser aus Erdwärme.

 

Beispielhafter Modulplan, Vertiefung Tiefbohrtechnik, Erdöl, Erdgas

Rohstoffgewinnung - Tagebau und Tiefbau

Geotechnische Studienrichtung mit dem Fokus auf Erschließung und Förderung fester Rohstoffe aller Art. Es werden immense Mengen Energierohstoffe (Kohle), Hartsteine (u.a. Granit), Erze, Salze etc. benötigt. Neben der Aufsuchung, Erschließung und Gewinnung der Rohstoffe gewinnt auch die Rekultivierung ehemaliger Industriestandorte eine steigende Bedeutung. In Zukunft wird zudem der umweltgerechte, sichere und effektive Abbau von Rohstoffen am Meeresboden ein wichtiges Betätigungsfeld sein.

 

Beispielhafter Modulplan, Vertiefung Rohstoffgewinnung - Tagebau und Tiefbau

Maschinenbau

Ingenieurtechnische Studienrichtung mit den Vertiefungen Maschinen und Anlagen sowie Energietechnik. Neben Dimensionierung und Konstruktion von Maschinen und Anlagen in allen Bereichen der Wirtschaft können prozesstechnische Fähigkeiten z.B. im Bereich der Aufbereitungstechnik erworben werden. Die Energietechnik beschäftigt sich mit Technologien, die notwendig sind um elektrische Energie, Wärme oder eine andere Energieform umweltschonend, effizient und wirtschaftlich bereitzustellen und zu nutzen.

 

Beispielhafter Modulplan, Vertiefung Maschinenbau

Infrastrukturmanagement

Ingenieurtechnische Studienrichtung mit dem Fokus auf der konstruktiven Herstellung von Verkehrswegen, insbesondere Straßen und Tunnel. Neben der Dimensionierung und Konstruktion von Straßen, Brücken und Tunneln können auch vertiefende Kenntnisse über baubetriebliche Aspekte erworben werden. Ein weiteres Anliegen der Vertiefung ist die Vermittlung von Kenntnissen über die Abläufe und ökonomischen Zusammenhänge sowie Managementfähigkeiten in Bauunternehmen und Bauprojekten.

 

Beispielhafter Modulplan, Vertiefung Infrastrukturmanagement

Verfahrenstechnik

Prozessorientierte Studienrichtung mit dem Fokus auf physikalischer, chemischer und biologischer Stoffwandlung. Die Ausbildung ist breit gefächert und vermittelt Kenntnisse von der Erzeugung und Nutzung von Wärme (z.B. in Kraftwerken). Weitere Themengebiete sind die Herstellung verschiedenster Werkstoffe und Chemikalien (z.B. Kunststoffe) sowie die Nutzung von Mikroorganismen zur Reinigung von Luft und Wasser. Dieses Wissen kann bei der Entwicklung umweltschonender und wirtschaftlicher Verfahren eingesetzt werden.

 

Keramik, Glas, Baustoffe

Werkstofftechnische Studienrichtung mit dem Fokus auf anorganische, nichtmetallische Werkstoffe. Die deutschlandweit einzigartige Vertiefung legt den Fokus auf die Herstellung von Gläsern, Keramiken und Naturstoffen. Diese Werkstoffe begegnen uns täglich und deren Verwendung erscheint völlig natürlich. Dennoch müssen Baustoffe wie Beton, Ziegel oder Dämmmaterialien stetig weiterentwickelt, verbessert aber auch recycelt werden. Glas als Flasche oder Fensterscheibe, oder das täglich verwendete Geschirr sind mittlerweile Hightechprodukte. Die Vielzahl der Anwendung bedingt die große Anzahl an späteren Betätigungsfeldern der Absolventen dieser Vertiefung.

 

Beispielhafter Modulplan, Keramik, Glas, Baustoffe

Werkstofftechnologie 

Metallurgische Studienrichtung mit insgesamt fünf Vertiefungen: Gießerei- und Umformtechnik, Werkstofftechnik, sowie Stahl- und Nichteisenmetallurgie. Hochleistungsstähle im Automobil können im Notfall unser Leben retten, Leichtbauwerkstoffe sparen viele Millionen Tonnen Erdöl, moderne Kommunikationssysteme wären ohne Hochleistungswerkstoffe nicht denkbar. Um diese Produkte erzeugen zu können, müssen die Eigenschaften der verwendeten Werkstoffe auf die jeweilige Anwendung abgestimmt werden. Dafür ist es wichtig zu wissen, was die Werkstoffeigenschaften beeinflusst und wie Werkstoffe mit den gewünschten Eigenschaften hergestellt werden.

 

Beispielhafter Modulplan, Vertiefung Werkstofftechnologie

Berufsfelder

Universelle Einsatzmöglichkeiten in Großbetrieben sowie Klein- und mittelständischen Unternehmen u.a. in den Branchen: Automobilindustrie & -zulieferindustrie, Grundstoffindustrie & Chemische Industrie, Maschinen- und Anlagenbau, Energieversorger, Bauwesen und Umweltschutz.

Die Absolventen des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen haben vielseitige Berufsfelder. Typischer Einsatz zur technischen Problemlösung auf Basis betriebswirtschaftlicher Anforderungen u.a. in den Bereichen: Projektmanagement, Produktion / Fertigung, Transport / Verkehr / Logistik, Marketing / Vertrieb, Beratung und Controlling.

Erfolgsgeschichten von Absolventen

Desirée Heinze, M.Sc., Robert Bosch GmbH: Als I4.0-Koordinatorin ist sie in den Zentralbereichen Beschichtung und Wärmebehandlung die Schnittstelle zwischen den Anforderungen der Fertigungsbereiche und der IT und findet Lösungen um die Fertigung digitaler, transparenter und schlanker zu gestalten.

Robert Straube, Dipl.-Wi.-Ing., VINCI Concessions: Als Projektmanager arbeitet er in einem internationalen Bau- und Konzessionsunternehmen in der Projektentwicklung und Projektumsetzung von großen Infrastrukturprojekten (wie z.B. Autobahn- und Eisenbahnprojekten).

Marie Keil, M.Sc., Hydro Aluminium Rolled Products: Als Trainee für den Technical Customer Support im Bereich Packaging Can steht sie in enger Zusammenarbeit mit der Produktion und dem Kunden, um technische Herausforderungen zu lösen, sowie Produktentwicklungen voranzubringen.

Bernd Saupe, Dipl.-Ing.oec, BDS Dienstleistungsgesellschaft: Als Internationaler Gründungs- & Unternehmensberater ist er für die Beratung und Entwicklung von Startups sowie KMUs von der Vorgründungsphase über die Unternehmensentwicklung bis hin zur aktiven Nachfolgegestaltung zuständig.

Sebastian Scholz, M.Sc., German eTrade GmbH / Felgenoutlet: Als Projekt- und Prozessmanager koordiniert und optimiert er alle Tätigkeiten, die notwendig sind, um Ideen und Vorhaben Realität werden zu lassen.

Marcel Kalauch, M.Sc, SchoPlast Plastic GmbH: Als Projektingenieur ist er mit der Leitung und Organisation verschiedener interner Projekte betraut, die zur Prozessoptimierung dienen.

Anne-Katrin Rössel, Dipl.-Wirt.-Ing., ancorro / Feuerfest- und Schmelztechnologie (Unternehmensausgründung Lehrstuhl für Glas- und Emailtechnik TU Freiberg): Als Laborleiterin ist sie überwiegend im technischen Bereich tätig.

 

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