Krüger-Kolloquium

Das Krüger-Kolloquium ist eine Veranstaltung der Graduierten- und Forschungsakademie (GraFA) der TU Bergakademie Freiberg. Hier kommen renommierte Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Gesellschaft und Politik zu Wort, die zu aktuellen Themen Stellung beziehen und von ihrer Arbeit berichten.

Die Themenauswahl für die Krüger-Kolloquien orientiert sich an wesentlichen Zukunftsfragen und aktuellen wirtschaftlichen sowie gesellschaftspolitischen Problemstellungen, die in Bezug stehen zu den Profillinien unserer Universität - Geo, Material, Energie und Umwelt.

Die Krüger-Kolloquien werden durch die Dr.-Erich-Krüger-Stiftung gefördert.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, mit unseren Gastrednern angeregt zu diskutieren.


 

Nächste Krüger-Kolloquien

Diese Veranstaltungen werden ab 18:00 Uhr im Livestream übertragen.


 

Vorträge in der Vergangenheit

  • 22. Krüger-Kolloquium am 07. Juni 2017 mit Prof. Ulrich Schlie, Professor an der Andrássy Universität Budapest, Lehrstuhl für Diplomatie II
  • 21. Krüger-Kolloquium am 01. Februar 2017 mit Guido van den Berg, Mitglied des Landtages von Nordrhein-Westfalen (Mitglied des Innenausschusses und des Ausschusses für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk) stellvertretender Landrat des Rhein-Erft-Kreises
  • 20. Krüger-Kolloquium am 19. Oktober 2016 mit Prof. Ottmar Edenhofer, Direktor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change, Berlin sowie Stellvertretender Direktor und Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung
  • 19. Krüger-Kolloquium am 08. Juni 2016 mit Prof. Markus Reuter, Direktor am Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie
  • 18. Krüger-Kolloquium am 27. April 2016 mit Prof. Peter Eigen, Gründer und Beiratsvorsitzender Transparency International, Vorstandsvorsitzender der Extractive Industries Transparency Initiative (EITI)
  • 17. Krüger-Kolloquium am 21. Oktober 2015 mit Prof Felix Ekardt, Gründer und Leiter der Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik
  • 16. Krüger-Kolloquium am 27. Mai 2015 mit Dr. Andreas Förster, Leiter des Forschungs- und Expeditionsprogramms "Auf den Spuren Alexander von Humboldts in Russland"
  • 15. Krüger-Kolloquium am 11. Februar 2015 mit Dr. Hartmuth Zeiß, Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Europe Mining AG / Europe Generation AG
  • 14. Krüger-Kolloquium am 14. Januar 2015 Prof. Helmut Schwarz, Präsident der Alexander von Humboldt Stiftung
  • 13. Krüger-Kolloquium am 22. Oktober 2014 mit Prof. Christine Silberhorn, Leiterin des Lehrstuhls für Angewandte Physik der Universität Paderborn
  • 12. Krüger-Kolloquium am 25. Juni 2014 mit Christoph Hein, Schriftsteller, Übersetzer und Essayist
  • 11. Krüger-Kolloquium am 16. April 2014 mit Shi Mingde, chinesischer Botschafter in Deutschland
  • 10. Krüger-Kolloquium am 09. April 2014 mit Mario Behrendt, Geschäftsführer der Deutschen Solar GmbH
  • 9. Krüger-Kolloquium am 04. Dezember 2013 mit Prof. Klaus-Ewald Holst, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Verbundnetz Gas AG (VNG)
  • 8. Krüger-Kolloquium am 11. Oktober 2013 mit Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Executive Committee des Club of Rome
  • 7. Krüger-Kolloquium am 17. Juli 2013 mit Prof. Klaus Keil, Hawai'i Institute of Geophysics and Planetology
  • 6. Krüger-Kolloquium am 18. Januar 2012 mit Prof. Onno Oncken, Direktor der Sektion Dynamik der Lithosphäre am Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches Geo-ForschungsZentrum (GFZ)
  • 5. Krüger-Kolloquium am 07. Dezember 2011 mit Sigmund Jähn (erster deutscher Kosmonaut) und Thomas Reiter (ESA-Astronaut, ESA-Direktor für „Bemannte und Robotische Forschung“ )
  • 4. Krüger-Kolloquium am 18. Mai 2011 mit Ulrich Grober, Journalist, Publizist und Autor
  • 3. Krüger-Kolloquium am 27. April 2011 mit Prof. Rolf-Dieter Heuer, Generaldirektor des CERN
  • 2. Krüger-Kolloquium am 10. November 2010 mit Prof. Horst Teltschik, Berater Helmut Kohls
  • 1. Krüger-Kolloquium am 30. Juni 2010 mit Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Executive Committee des Club of Rome

 


 

23. Krüger-Kolloquium am 16.05.2018, 18:00 Uhr

Senatssaal, Akademiestraße 6, Freiberg


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Prof. Edgar Hertwich,
Yale University in New Haven, USA, Professor für Industrielle Ökologie

zum Thema:
Auf den CO2-Spuren des Welthandels

Fossile Energie ermöglicht den Transport von Gütern über lange Distanzen und damit auch die globale Arbeitsteilung, die unsere Wirtschaft prägt. Der Standort energieintensiver Produktionsprozesse bestimmt maßgeblich die CO2-Bilanz der produzierten Güter. Der Eintritt Chinas in die Weltwirtschaft und seine Rolle als Werkbank der Güterproduktion erklärt einen großen Teil der dramatischen Veränderungen unserer Wirtschaft und auch den raschen Anstieg der CO2-Emissionen in den letzten 20 Jahren. Nachdem Güterproduktion höhere Emissionen verursacht als Dienstleistungen, prägt die wachsende globale Arbeitsteilung auch die Klimapolitik.

Edgar Hertwich ist ein Pionier der Anwendung von globalen Input-Output-Modellen zur Quantifizierung der CO2-Bilanz von Ländern, Haushalten und Betrieben. In diesem Kolloquium geht er auf die Entwicklung der Emissionen, die zur Herstellung international gehandelter Güter notwendig sind, ein. Er zeigt auf, dass ein wachsender Teil der Wertschöpfung von Importen abhängig ist und die Ausformung der Klimapolitik für die WHO relevante Auswirkungen auf die globale Arbeitsteilung haben kann.

Edgar Hertwich ist Professor für Industrielle Ökologie an der Yale University in New Haven, Connecticut. Er lehrte zuvor an der Norwegischen Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität in Trondheim und war Forscher am Internationalen Institut für Angewandte Systemanalyse in Wien. Er war ein Autor des Energiekapitels im letzten Weltklimabericht und leitet zurzeit eine Studie, welche im Auftrag der G7 den Beitrag der Kreislaufwirtschaft zum Klimaschutz untersucht.


 

24. Krüger-Kolloquium und Eröffnungsvortrag zum 69. BHT - Freiberger Universitätsforum am 06.06.2018, 18:00 Uhr

Alte Mensa, Petersstraße 5, Freiberg

 

Diese Veranstaltung wird ab 18:00 Uhr im Livestream übertragen.

 

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Hugo-Maria Schally,
Europäische Union, Generaldirektion Umwelt, Leiter der Abteilung "Produktion" und "Nachhaltiger Verbrauch"

zum Thema:
Kreislaufwirtschaft 2.0 - eine Welt ohne Abfall?! Die Europäische Union als Vorreiter

Die Kreislaufwirtschaft bietet ein breites Spektrum von Möglichkeiten für die europäische Industrie und für die gesamte Gesellschaft. Nicht nur bietet sie Unternehmen die Gelegenheit, sich als Marktpionier zu betätigen und die erforderlichen Veränderungen zu antizipieren, sondern kann gleichzeitig dazu beitragen die notwendigen Veränderungen im Verbraucherverhalten herbeizuführen.

Ende 2015 hat die Europäische Kommission einen umfassenden Aktionsplan für den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft vorgelegt, welcher alle Phasen des wirtschaftlichen Kreislaufes abdeckt - vom Rohmaterial bis zur Gewinnung von Sekundärrohstoffen aus den Primärprodukten. Der Prozess der Erarbeitung und Umsetzung des Aktionsplans hat das Konzept des Übergangs zu einer Kreislaufwirtschaft zum festen Bestandteil der allgemeinen wirtschaftlichen Strategie der Europäischen Union gemacht. Der Aktionsplan umfasst 54 Maßnahmen, die die gesamte Wertschöpfungskette – von der Produktion und dem Verbrauch bis zur Entsorgung – betreffen, welche die Europäische Kommission seit 2015 umsetzt.

 

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