Diplom Geotechnik und Bergbau

Steckbrief

FakultätFakultät 3 - Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau
AbschlussDipl.-Ing.
Regelstudienzeit9 Semester
StudienbeginnWinter- und Sommersemester (i.d.R. aber zum Wintersemester)
Zulassungsvoraussetzungen

Abitur bzw. fachgebundene Hochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Zugangsberechtigung

BewerbungsfristBewerber mit deutschem Schulabschluss bis 30.09. bzw. 31.03. jeden Jahres. For internationals: please apply via uni-assist.

Studienkonzept

Ohne die sichere Versorgung mit Rohstoffen aller Art ist unsere moderne Zivilisation undenkbar. Im Diplomstudiengang Geotechnik und Bergbau werden hoch qualifizierte Diplom-Ingenieure ausgebildet, die sich mit allen Aspekten auseinandersetzen, die damit im Zusammenhang stehen. Der Studiengang gliedert sich in ein Grund- und ein Hauptstudium. Im Grundstudium werden neben den allgemeinen naturwissenschaftlichen Grundlagen, die jeder Ingenieur beherrschen muss (Mathematik, Physik, Chemie, Elektrotechnik, Werkstoffkunde, Mechanik, Thermodynamik usw.), auch spezielle Grundlagen, wie Geologie oder Bergrecht, vermittelt. Im Hauptstudium können Sie sich für eine von vier Vertiefungsrichtungen entscheiden. Die Nachfrage nach unseren Geotechnik und Bergbau-Ingenieuren ist entsprechend groß und die Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig. Für flexible und gute Absolventen mit Eigeninitiative gibt es besonders lukrative Angebote auf dem Arbeitsmarkt.

Ergänzend ist ein studienbegleitendes Berufspraktikum von 120 Schichten integriert, sodass Sie bereits einschlägige Berufserfahrung sammeln und typische Einsatzmöglichkeiten kennenlernen können.

Die Professoren des Hauptstudiums haben einschlägige Berufserfahrung in den entsprechenden Industriezweigen vorzuweisen und garantieren eine praxisrelevante universitäre Ausbildung.   

Studienablauf

Studienablauf Diplom Geotechnik und Bergbau

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Vertiefungen

Bergbau 

Der Bergbau bzw. Tagebau befasst sich mit der Gewinnung der vielfältigen festen Rohstoffe, ohne die unser Leben nicht denkbar wäre. Neben Energierohstoffen (Kohle) werden immense Mengen Hartsteine, Sand, Salz etc. benötigt. Neben der Aufsuchung, Erschließung und Gewinnung der Rohstoffe gewinnt auch die Rekultivierung ehemaliger Industriestandorte eine steigende Bedeutung. In Zukunft wird auch der umweltgerechte, sichere und effektive Abbau von Rohstoffen am Meeresboden ein wichtiges Betätigungsfeld sein.

Tiefbohrtechnik, Erdöl- und Erdgasgewinnung 

Der Bedarf nach Kohlenwasserstoffen wie Öl und Gas ist enorm und wird sogar noch weiter wachsen. Gleichzeitig ist aber eine Steigerung der Förderung konventionellen Öls und Gases trotz des Einsatzes modernster High-Tech Technologie nicht mehr ohne weiteres möglich. Daher müssen auch in Zukunft so genannte unkonventionelle Öl- und Gasvorkommen (Schweröl, Ölsand, Grubengas, Schiefergas, Gashydrat usw.) in die sichere und umweltschonende Förderung und Nutzung einbezogen werden. Ein weiteres Anliegen ist der wirtschaftliche Durchbruch der Tiefenenergie zur Erzeugung von Strom aus Erdwärme.

Geotechnik

Der Geotechniker ist ein Baugrundexperte, der sich mit der Erkundung, Beurteilung, Bewertung und Klassifizierung des Gebirges zum Zwecke der Nutzung als Baugrund, Bauraum und Abbauraum befasst. Er beurteilt insbesondere die Standsicherheit geotechnischer Bauwerke, dazu gehören Staudämme, Talsperren, Böschungen, Deponien, Tunnel, Schächte usw. Die Bewertung basiert auf praktischen und modernsten theoretischen Ansätzen, die insbesondere auch dynamische Belastungen (z.B. durch Verkehr) oder den Einfluss von Wasser (Niederschlag, Grundwasser) im Untergrund berücksichtigen.

Spezialtiefbau

Im Spezialtiefbau geht es um die Errichtung komplexer Bauwerke im Untergrund, wie z. B. Baugruben,Wasserkraftanlagen. Die Herausforderung besteht darin, die erforderlichen Gründungen und Baugruben so zu projektieren und zu berechnen, dass das Bauwerk zu keinem Zeitpunkt gefährdet ist (z. B. durch Grundwassereinbruch, Erdrutsche) und sicheren Halt findet. Unser spezielles Profil vereinigt geotechnische, konstruktive, geologische und bergmännische Kenntnisse, befähigt zudem, den Baugrund sicher zu bewerten und ein Tiefbaubauvorhaben auf dem neuesten Stand der Technik umweltgerecht und wirtschaftlich durchzuführen.

Berufsfelder

in der Maschinenindustrie: Entwicklung, Feldtests und Einsatz neuartiger Bohr-, Gewinnungs- und Fördertechnologien 

in der Rohstofferkundung: z. B. Einsatzleitung vor Ort bei der Untersuchung und Exploration möglicher Erz- und Energierohstofflagerstätten in Bergwerken, auf Tiefbohranlagen sowie auf Baustellen

in Forschungseinrichtungen: z. B. Entwicklung von Tiefseebergbau, Tiefengeothermie, Offshoretechnologie

bei Behörden: z. B. Bergämter, Ministerien

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  • Gesteinsproben
  • Probebohrung im Gelände
  • Untertage

Servicebereich

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