Workshop “TFM simulation and rCFD for high temperature dense multiphase flows”

Gruppenfoto Workshop
PD Dr. Schneiderbauer und Dr. Lichtenegger vom Department of Particulate Flow Modelling der Johannes-Kepler-Universität in Linz hielten am 11./12. Dezember 2019 am Institut einen Workshop über Two-Fluid-Model (TFM)-Simulation und Recurrence-CFD für dichte Mehrphasenströmungen bei hohen Temperaturen.

Dr. Schneiderbauer und seine Gruppe sind einige der ersten, die neue Submodelle für unterschiedliche Parameter für den TFM-Ansatz für dichte Mehrphasenströmungen entwickeln. TFM wird oft genutzt, um Festbett- und Wirbelbettreaktoren zu simulieren. Dabei wird jedoch auf die verfügbaren konventionellen Submodelle zurückgegriffen, die bei Systemen mit hohen Feststoffbeladungen wie z. B. Festbetten nicht gut funktionieren. Um die Simulationsarbeit zu verbessern, muss die Entwicklung neuer Submodelle für Festkörperreibung, Schüttgutviskositäten, radiale Verteilung usw. berücksichtigt werden. Herr Dr. Thomas Lichtenegger gilt als Experte und einer der Entwickler eines neuen CFD-Bereichs namens Recurrence-CFD (rCFD). Viele Industrie- (und Umwelt-) Prozesse werden von Strömungsphänomenen begleitet. Herkömmliche CFD-Simulationen derartiger Ströme sind typischerweise extrem teuer hinsichtlich der dafür aufzuwendenden Berechnungszeit. Herr Dr. Lichtenegger schlägt vor, auf eine effizientere statistische Beschreibung der Strömung auszuweichen, wenn die betrachtete Strömung wiederholende Strömungseigenschaften aufweist. Durch diese Recurrence-CFD können Strömungssimulationen um vier Größenordnungen beschleunigt werden. In vielen Fällen ermöglicht diese Beschleunigung sogar Echtzeitsimulationen von Strömungen in hoher Auflösung. Diese Vorgehensweise ist von hohem Wert, da es sich um die Simulation realer Prozesse handelt und das größte Hindernis für die Simulation solcher Prozesse die zeitliche Begrenzung ist.