Ercoftac-Konferenz in Dresden

Autor: Dr.-Ing. Simone Raatz

Nun ist es sicher: ERCOFTAC (European Research Community on Flow, Turbulence and Combustion - die Europäische Vereinigung von Strömungs- und Verbrennungsforschern) unterstützt das Zentrum für Innovationskompetenz "Virtuelle Hochtemperatur- Konversionsprozesse" (ZIK Virtuhcon) an der TU Bergakademie Freiberg bei der Ausrichtung seiner nächsten Veranstaltung. Die Konferenz "Simulation of Multiphase Flows in Gasification and Combustion" wird das ZIK Virtuhcon nun vom 18. bis 21. September 2011 ausrichten.

"Wir empfinden die Unterstützung von ERCOFTAC als große Anerkennung der wissenschaftlichen Arbeit sowohl von Virtuhcon als auch der TU Bergakademie Freiberg", freut sich Prof. Christian Hasse über die Zusage, die auch das Sponsoring der Veranstaltung beinhaltet.

Zur ERCOFTAC-Konferenz werden sich im September Wissenschaftler aus aller Welt treffen, um über Fortschritte bei der Simulation von Vergasungs- und Verbrennungsprozessen zu diskutieren. Diese Prozesse spielen sowohl bei der Weiterentwicklung von Vergasern und Motoren als auch von Gasturbinen eine wesentliche Rolle.

Das ZIK Virtuhcon wurde 2009 von acht Initiativinstituten mit jeweils unterschiedlichen Forschungsprofilen (Informatik, Numerische Mathematik, Fluidmechanik, Gas- und Wärmetechnologie, Werkstoffwissenschaften und Verfahrenstechnik) an der TU Bergakademie Freiberg ins Leben gerufen.

Die Wissenschaftler von Virtuhcon erforschen, wie man Umwandlungsprozesse unter hohen Temperaturen, wie etwa die Kohlevergasung oder Verbrennung, im Model darstellen und simulieren kann. Drei Forschergruppen mit über 20 Wissenschaftlern untersuchen die gesamte Prozesskette beginnend bei der Charakterisierung der Brennstoffe und ihres unterschiedlichen kinetischen Verhaltens über die detaillierte Beschreibung des Stoff- und Wärmetransportes bis hin zur Modellierung und Simulation des Strömungsverhaltens. Die Ergebnisse aller drei Gruppen werden schlussendlich zusammengeführt, um den Gesamtprozess so realitätsnah wie möglich zu virtualisieren. Dies wiederum ist eine wichtige Grundlage zur weiteren Entwicklung und Optimierung technischer Hochtemperaturprozesse.