RV - 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Ringvorlesung Wissenschaftsgeschichte - 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

"Jüdische Wissenschaftler in Deutschland, ihre Vertreibung 1933, der heutige Antisemitismus und das Prinzip der Diversität, Gleichheit und Inklusion"

Prof. Dr. Ute Deichmann ist Gründungsdirektorin und Leiterin des Jacques Loeb Centre for the History and Philosophy of the Life Sciences an der Ben-Gurion-Universität des Negev in Be'er Scheva.

Die Veranstaltung findet hybrid statt, in Präsenz im Lesesaal im 1. OG der Universitätsbibliothek oder online unter folgendem Link:  https://bbb.hrz.tu-freiberg.de/b/phi-c6h-enw-a6h

Jüdische Wissenschaftler waren vor 1933 mit großem Erfolg überproportional in der Wissenschaft in Deutschland vertreten. Der Vortrag untersucht für einige Gebiete der Naturwissenschaft den Zusammenhang zwischen Forschung und jüdischer Kultur sowie die Folgen der Vertreibung in der NS-Zeit. Darüber geht der Vortrag kurz auf den wieder ansteigenden Antisemitismus in der westlichen Welt ein und weist auf die Problematik des Prinzips 'Diversität, Gleichheit und Inklusion' hin, dass in vielen Gesellschaften auch in der Wissenschaft als Mittel gegen Rassismus und für mehr Gleichheit propagiert wird: Ähnlich wie in der NS-Zeit werden damit ethnische und 'gender' Kategorien den leistungsbezogenen übergeordnet und im Namen der Gleichheit der Weg geebnet für die Diskriminierung leistungsstarker Minderheiten, darunter auch Juden.

Veranstaltungsdetails
Termin: 
18. Januar 2022, 16:30 - 18:00
Veranstaltungsort: 
Online: https://bbb.hrz.tu-freiberg.de/b/phi-c6h-enw-a6h ; Präsenz: 1. OG der Universitätsbibliothek