RV - 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

Ringvorlesung Wissenschaftsgeschichte - 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

"Der Welterbeantrag der SchUM-Städte"

Referentin ist Dr. Stefanie Hahn (Kulturverantwortliche im Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration RLP).

In diesem Jahr wurden die SchUM-Stätten in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Die SchUM-Stätten - das Akronym der mittelalterlichen hebräischen Städtenamen Speyer, Worms und Mainz - sind einzigartige Zeugnisse jüdischen Lebens. Sie sind ein einzigartiger Verbund, der im Mittelalter ein europaweit bedeutendes und ausstrahlendes Zentrum jüdischen Lebens bildete - die Wiege des aschkenasischen Judentums. Vor die Herausforderung gestellt, fern von den traditionellen Zentren ihre Religion in einer christlichen Mehrheitsgesellschaft zu leben, entwickelten die jüdischen Gemeinden hier Synagogen, Frauenschuln, Mikwaot und Friedhöfe, die vorbildgebend für jüdische Ritualbauten und die Bestattungskultur in Aschkenas wurden. Der Vortrag stellt die SchUM-Gemeinden, ihre einzigartigen Monumente und ihre Geschichte vor und gibt Einblicke in den über 15 Jahre dauernden Antragsprozess und die von einem erfolgreichen Welterbe-Antrag zu erfüllenden Anforderungen.

Veranstaltungsdetails
Termin: 
02. November 2021, 06:00 - 17:30
Veranstaltungsort: 
Lesesaal 1. OG der Universitätsbibliothek