IWTG-Kolloquium online 18.00 Uhr

"Neue Perspektiven auf den Umgang mit Umweltproblemen im Uranerzbergbau der DDR, 1949-1991"
sind im IWTG-Kolloquium am 17.05.21 das Thema. Vortragende ist Dr. Sabine Loewe-Hannatzsch, TU Bergakademie Freiberg.

Die Stilllegung, Sanierung und Rekultivierung der ehemaligen Urangewinnungs- und Uranaufbereitungsanlagen in Sachsen und Thüringen wird seit 1991 von der Wismut GmbH, als Nachfolgerin des einstigen Bergbaubetriebes, durchgeführt. Die großflächig radioaktiv kontaminierten und mit Schwermetallen belasteten Gebiete stellen nicht erst seit 1991 größte ökologische und ökonomische Probleme dar. Bereits seit den 1950er Jahren befasste sich die Wismut mit der Wiederurbarmachung stillgelegter Halden, Absetzbecken, Schächte und der enormen Verschmutzung des Wassers. Aber welche Maßnahmen wurden umgesetzt und konnten überhaupt umgesetzt werden? Welche Qualität und Quantität hatten diese Maßnahmen? Zudem stellt sich die Frage nach der Verantwortung? Erste Ergebnisse zeigen, dass sich ein Geflecht aus Betriebsleitungen, der Generaldirektion der Wismut, Bezirksorganen, Ministerien und verschiedenen Kommissionen mit dieser Problematik auseinandersetzte und Entscheidungen trafen, die die Entwicklung der Umweltverschmutzung im Wismut-Gebiet beeinflussten. Letztendlich ist es aber auch notwendig die gesamte Umweltproblematik des Uranerzbergbaus der DDR in einen deutsch-deutschen und internationalen Kontext einzuordnen.

Wann: 17.05.2021, 18.00 Uhr

Wo: digital über BBB: https://bbb.hrz.tu-freiberg.de/b/flo-hcu-6af-mzv

Veranstaltungsdetails
Termin: 
17. Mai 2021, 18:00 - 19:30
Veranstaltungsort: 
BBB: https://bbb.hrz.tu-freiberg.de/b/flo-hcu-6af-mzv