Nachnutzung von Industriebrachen

Vortrag zum IÖZ-Forum - Der Ort, in dem wir leben wollen

Nachnutzung von Industriebrachen

Dr. Martina Doehler-Behzadi, IBA Stadtland Thüringen

Die Bauwerke früherer Industrieproduktion finden sich heute noch an vielen Stellen im Ortsbild der gemeinden. Während in stark wachsenden Regionen der Investitionsdruck eine Nachnutzung begünstigt, gestaltet sich diese Frage in schrumpfenden Regionen oder im ländlichen Raum schwieriger. In der thüringischen Kleinstadt Apolda, in der es einst 6.000 Arbeitsplätze alleine in der Textilindustrie gab, stehen heute viele der großflächigen Produktionsorte der Stadt leer. Auch das ehemalige Feuerlöschgerätewerk, heute als Architekturikone ein Industriedenkmal, ist seit 1994 weitestgehend ungenutzt.

Im Rahmen der derzeit stattfindenden IBA Thüringen ist die Aktivierung des Gebäudes eines der derzeit 29 IBA-Projekte. Unter dem Leitmotto 'Wie wenig ist genug?' werden Konzepte für eine langfristige Nutzungsperspektive mit geringen Investitionskosten erprobt und experimentell umgesetzt. Mittlerweile ist der Bau auch die Geschäftsstelle der IBA. Zur Veranstaltung wird die Geschäftsführerin der IBA Thüringen, Frau Dr. Doehler-Behzadi, über die Hintergründe, Ziele und Erfahrungen des Projektes berichten.

Die Veranstaltung ist Teil des im Rahmen des Studium Generale stattfindenden IÖZ-Forums der TU Bergakademie Freiberg in Zusammenarbeit mit Baukultur.fg und der Kammergruppe Freiberg der Architektenkammer Sachsen.

Veranstaltungsdetails
Termin: 
27. Januar 2020, 18:00 - 19:30
Veranstaltungsort: 
Großer Hörsaal im Abraham-Gottlob-Werner-Bau, Brennhausgasse 14
Raum: 
WER-1045