Umstieg auf UNIX-Mail

Schritt 1: Synchronisierung der Mailbox

Erklärung

Die Synchronisierung der bisherigen E-Mails und Ordner erfolgt mit dem Tool MailTransfer. Damit werden die E-Mails vom bisherigen Mailserver mailserver.tu-freiberg.de auf den neuen Mailserver unixmail.tu-freiberg.de übertragen.

Die beiden Server speichern E-Mails auf unterschiedliche Weise:

  • Bei mailserver.tu-freiberg.de werden alle E-Mails in einer Datei gespeichert (mbox-Datei).
  • Bei unixmail.tu-freiberg.de dagegen wird jede E-Mail jeweils als einzelne Datei in einem Directory (Maildir) gespeichert.

Das hat zur Folge, dass beim Umzug die E-Mails nicht einfach umkopiert werden können.

Die E-Mails werden deshalb mittels dieses Programmes vom bisherigen Mailserver via imaps an den neuen Mailserver gesendet, und letzterer speichert sie dann in dem entsprechenden Maildir-Format.

Teilschritt 1.1: Übertragung der Eingangs-Mailbox (Inbox)

Der Posteingang sowie die weiteren Mail-Ordner müssen noch synchronisiert werden. Das erfolgt mit dem Tool MailTransfer.

Dazu wird die INBOX vom mailserver.tu-freiberg.de auf den unixmail.tu-freiberg.de übertragen. Dieser Vorgang kann je nach Mailbox-Größe und Auslastung einige Zeit dauern. Falls es zu einem Abbruch kommt, können Sie den Vorgang wiederholen.

Teilschritt 1.2: Übertragung der weiteren Mail-Ordner

Die weiteren Mail-Ordner (sofern vorhanden) können Sie im zweiten Schritt mit diesem Dateimanager übertragen.

Abb. 1) Dateimanager - durch anklicken Ordner wechseln bzw. Mailbox auswählen

Im linken Teil wird der Inhalt Ihres Homedirectories angezeigt. Hier können Sie wie üblich navigieren und die Mailboxen anklicken, die übertragen werden sollen (inkl. derjenigen in den Unterordnern).

Rechts werden die bereits übertragenen E-Mails auf dem neuen Mailserver angezeigt. Auch diesen Vorgang können Sie mehrmals absolvieren.

Bitte kontrollieren Sie nach dem Import, ob die Mail-Unterordner auch ordentlich abonniert sind. Melden Sie sich dazu idealerweise vom Mail-Clienten ab und wieder an.

Hinweise

Keine Leerzeichen oder Umlaute im Namen

Leerzeichen und deutsche Umlaute sind im Namen einer Mailbox (und auch des Directories bzw. Ordners) nicht erlaubt. Falls welche vorhanden sind, ändern Sie das bitte um.

Mögliches Problem bei der Mailbox-Übertragung

Bei der Übertragung einer Mailbox wird die Direktory-Struktur beibehalten. Wenn Sie beispielsweise im Directory "3D" die Mailbox "NeueMailbox" haben, wird auf dem neuen Mailserver zunächst ein leeres Directory namens "3D" angeleget, in welches dann die Maildir "NeueMailbox" gespeichert wird.

Das kann eventuell zu Problemen kommen bei der späteren Abonnierung durch den Mailclienten. Die Direktory-Struktur sollte also nicht zu tief sein.

Alter Mail-Server tagsüber oft überlastet

Tagsüber ist insbesondere der alte Mailserver mailserver.tu-freiberg.de stark in Anspruch genommen. Es empfiehlt sich deshalb, andere Tageszeiten bzw. das Wochenende für den Mailtransfer zu benutzen.

Schritt 2: Anlegen bzw. Änderung der Datei .forward (im Homeverzeichnis)

Erklärung

Zur Umstellung des Mailsystems auf den neuen Mailserver müssen Sie eine Änderung in der Datei .forward vornehmen. Diese Datei befindet sich in Ihrem Home-Verzeichnis. Falls sie nicht existiert, muss sie angelegt werden. Die Änderung sorgt dafür, dass neu ankommende E-Mails zum neuen Mailserver umgeleitet werden.

Hinweis: Sie können zum Anlegen bzw. Ändern der .forward-Datei das Tool forward verwenden. Loggen Sie sich dazu mit Ihrem URZ-Login und -Passwort ein. Von außerhalb des Uni-Netzes müssen Sie vorher Ihren VPN-Clienten starten. Anschließend fahren Sie mit dem Schritt 3a fort.

Ansonsten muss die .forward-Datei "per Hand" angelegt werden.

Szenario 1: .forward-Datei fehlt im Home-Verzeichnis:

ScreenshotSie können in Ihrem Home-Verzeichnis die .forward-Datei per Konsole erstellen oder unter Windows auch mit dem Editor (Notepad).

  • Editor (Notepad) öffnen:
    • Start > "editor" oder "notepad" eingeben
  • Umleitungs-Adresse nach diesem Schema URZ-Benutzerkennungatunixmail [dot] tu-freiberg [dot] de eintragen
    • Nutzerkennung ist z.B. ab12cdef
  • Datei speichern: Datei ► Speichern unter ► Home-Verzeichnis
  • Dateiname: .forward
  • Dateityp: Alle Dateien
  • Speichern

Szenario 2: .forward-Datei im Home-Verzeichnis besteht, muss jedoch noch korrekt editiert werden:

Die Umleitungs-Adresse URZ-Benutzerkennungatunixmail [dot] tu-freiberg [dot] de muss in der ersten Zeile hineingeschrieben werden, z.B. ab12cdefatunixmail [dot] tu-freiberg [dot] de.

Hinweise:

In einer zweiten Zeile kann \URZ-Benutzerkennung (zentrales URZ-Login) stehen. Dann wird die Mail auch lokal auf mailserver.tu-freiberg.de zugestellt.

Kurzfristig kann das vom Nutzer so bis zum Abschluss der Umstellung verwendet werden.

Längerfristig sollte die lokale Zustellung dann abgeschaltet werden. Es besteht die Gefahr, dass das immer noch auf mailserver.tu-freiberg.de geltende Quota überschritten wird. Dadurch würde der Absender eine Zustellungsfehlermeldung bekommen, obwohl die Mails trotzdem auf unixmail.tu-freiberg.de zugestellt werden.

Schritt 3a: Mail-Client einrichten (für unixmail.tu-freiberg.de)

Erklärung

Je nachdem, welchen Mail-Clienten Sie verwenden, müssen Sie dort in der Konfiguration die folgenden Angaben eintragen/ändern.

IMAP-Server

  • IMAP-Server: unixmail.tu-freiberg.de
  • IMAP-Port: 993 (TLS encryption)

Hinweis

Login und Passwort sowie Einstellungen für ausgehenden SMTP-Server bleiben gleich (wie bei den Konfigurationen mit mailserver.tu-freiberg.de).

Schritt 3b: Webmail Horde 5 alternativ verwenden

Erklärung

Sie können zum Abrufen der E-Mails auch das Webinterface Webmail Horde 5 verwenden, wenn Sie keinen separaten Client benutzen wollen.

Standardmäßig ist dort der neue Mailserver unixmail.tu-freiberg.de vorausgewählt. Wenn Sie alle vorherigen Schritte erfolgreich absolviert haben, finden Sie alle Ihre E-Mails wie gewohnt vor.

Hinweis

Die meisten Daten und Konfigurationseinstellungen, wie persönliche Angaben, Adressbücher, Kalender etc. stehen weiterhin in gleicher Weise zur Verfügung.

Ggf. müssen die IMAP-spezifischen Einstellungen angepasst werden (z.B. der Ordner für gesendete E-Mails).