Bundesweite Aktion gegen Fremdenfeindlichkeit

Die in der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zusammengeschlossenen Hochschulen, zu denen auch die TU Bergakademie Freiberg gehört, wenden sich in einer bundesweiten Aktion gegen Fremdenfeindlichkeit in Deutschland.

"Hochschulen sind weltoffene Orte. Meinungsvielfalt und internationaler Austausch sind Grundlagen ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit. Angesichts der derzeit erkennbar zunehmenden fremdenfeindlichen Tendenzen fühlen sich die Hochschulen aufgerufen, für diese Werte offensiv einzutreten", erklärte HRK-Präsident Prof. Dr. Horst Hippler in der Pressemeldung der HRK. Man brauche in dieser Phase klare Bekenntnisse und entschlossenes Handeln der Bevölkerungsmehrheit zugunsten einer toleranten und weltoffenen Gesellschaft. Abseits aller politischen Diskussionen um die aus dem Flüchtlingszustrom erwachsenden Herausforderungen muss dieser Konsens deutlich artikuliert werden.

Auch für die TU Bergakademie Freiberg gehören regionale Verankerung und Internationalität zusammen. In Freiberg studieren rund 5.500 junge Menschen – davon kommen etwa 18 Prozent aus dem Ausland. Studenten aus über 60 Ländern verschiedenster Konfessionen und Kulturen haben in der Universitätsstadt eine zweite Heimat gefunden. „Wir als Universität leben Weltoffenheit und Toleranz vor“, erklärte der Rektor. Viele der ausländischen Studenten sind aufgrund des sehr guten nationalen und internationalen Rufes der Bergakademie nach Freiberg gekommen. Seit Jahrhunderten hinweg zieht die Universität nicht nur Studenten aus Sachsen und anderen Bundesländern an, sondern auch aus dem Ausland. Damit das auch so bleibt, sei es wichtig, dass die Universität und die Stadt diese Offenheit auch weiterhin zeigen.

„Freiberg bietet unseren Studierenden nicht nur eine moderne Universität mit einem besonderen familiären Charme, sondern auch ein vielfältiges kulturelles Umfeld“, so der Rektor. Das zeige beispielsweise das Fest der Kulturen, das am 8. November bereits zum 13. Mal in Freiberg veranstaltet wird. Auf dem Fest präsentieren Menschen verschiedener Herkunft ihre Kultur. Zu den Höhepunkten zählen zum Beispiel ein vietnamesischer Drachentanz, internationale Lieder und Tänze sowie ein Büfett mit ländertypischen Speisen. Organisiert wird das Fest vom Arbeitskreis "Eine Welt und Integration" des Freiberger Agenda 21 e.V. Die Stadt Freiberg, der Landkreis Mittelsachsen, die TU Bergakademie Freiberg sowie zahlreiche internationale Restaurants, Unternehmen und Privatpersonen unterstützen die Veranstaltung. 

Weitere Informationen