Ergebnisse der Befragung zum Mobilitätsverhalten

Universitätsangehörigen die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel zu erleichtern, ist ein wichtiger Beitrag hin zu einem nachhaltigeren Betrieb der TUBAF. Hier finden sich ausgewählte Ergebnisse einer Umfrage zum derzeitigen Mobilitätsverhalten, durchgeführt vom Beirat.

Teil 1 - Umfrage zur Mitarbeitermobilität, Hintergrund


Die TU Bergakademie Freiberg strebt als Ressourcenuniversität einen nachhaltigen Betrieb an. Den Universitätsangehörigen (Studierende und Mitarbeiter:innen) die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel zu erleichtern, ist ein wichtiger Beitrag zu diesem Ziel. Eine Umfrage zum Mobilitätsverhalten war somit als erster Schritt hin zur Erarbeitung eines Mobilitätskonzepts für die TU Bergakademie Freiberg gedacht und wurde von mehreren Mitgliedern des Umweltbeirats entwickelt. Primäre Zielgruppe der Umfrage waren die Mitarbeiter:innen, Studierende wurden aber ebenso angesprochen.
 

Teil 2 - Umfrageergebnisse, Rücklauf


Die Befragung war März 2022 freigeschaltet und der Fragebogen wurde 648 mal vollständig ausgefüllt.
Abbildung 1
Mehr als 50% der Teilnehmenden lebt außerhalb des engeren Stadtkerns (Entfernung zum Arbeitsort >2 km) und ist deshalb auf individuelle oder öffentliche Verkehrsmittel angewiesen.
Abbildung 2
 

Teil 3 - Derzeitige Verkehrsmittelnutzung von TUBAF-Angehörigen


Die Befragung diente einerseits dazu, das derzeitige Pendelverhalten der Universitätsangehörigen im Sommer und Winter zu analysieren. Andererseits wurde in mehreren Fragen untersucht, welche Veränderungen notwendig wären, um mehr Angehörigen die Wahl umweltfreundlicher Verkehrsmittel zu erleichtern.
Abbildung 3 gibt einen Überblick über die derzeit genutzten Verkehrsmittel (N = 648) während der Sommermonate.
Abbildung 3
Die TUBAF Angehörigen sind hauptsächlich zu Fuß, mit dem Fahrrad und dem Auto unterwegs. Angehörige, die nicht weit von ihrem Arbeitsplatz entfernt wohnen, bewegen sich besonders häufig unmotorisiert. Unterschiede zwischen Sommer und Winter sind gering und betreffen einen kleinen Anteil von Fahrradfahrern/Fußgängern, die im Winter mehr zum Auto als Fortbewegungsmittel tendieren.
Der städtische und regionale Busverkehr spielt für die Universitätsangehörigen keine Rolle. Selbst bei Bahnpendlern aus der Region (> 10km) wird der städtische Busverkehr offenbar nicht in den Arbeitsweg integriert.
Es lassen sich einige Potenziale für nachhaltigere Arbeitswege erkennen: (1.) Auch im Nahumfeld (0-5 km) sind Pendler häufig mit dem Auto unterwegs. (2.) E-bikes zur Nutzung auf der Mitteldistanz (2-10 km) spielen kaum eine Rolle, (3.) Der angebotene Busverkehr spricht die TUBAF Angehörigen in Stadt und Region nicht an.
 

Teil 4 – Welche Potenziale sind vorhanden?


Es wurde abgefragt, ob die Nutzung von Fahrrad und ÖPNV derzeit vorstellbar wäre. Im Hinblick auf die Fahrradnutzung haben das fast 30%, beim ÖPNV 60% der Umfrageteilnehmenden verneint (Abbildung 4).
Abbildung 4.
Umfrageteilnehmende, die mit „nein“ antworteten, wurden zusätzlich gefragt, unter welchen Bedingungen es dennoch vorstellbar wäre, diese Verkehrsmittel zu nutzen (Abbildungen 5 und 6).
Abbildung 5
Die Universität kann im Rahmen ihrer direkten Möglichkeiten die Attraktivität der ÖPNV Nutzung nicht erheblich erhöhen. Verbesserungen müssen auf anderer Ebene angestoßen werden (Kommune, Verkehrsunternehmen, Freistaat), aber die Universität sollte auf Notwendigkeit hinweisen. Bessere Informationen zum Busverkehr (Abfahrtszeiten) und zu den Konditionen bezuschusster Zeitkarten (Jobtickets) könnten für manche Mitarbeiter:innen hilfreich sein.
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Die Universität kann im Rahmen ihrer direkten Möglichkeiten die Attraktivität der Fahrradnutzung leider nicht erheblich erhöhen. Verbesserungen müssen auf anderer Ebene angestoßen werden (Kommune, Verkehrsunternehmen, öffentlicher Dienst), aber die Universität sollte auf die damit zusammenhängenden Potenziale zielgerichtet hinweisen.

Abbildung 6

Die Universität kann im Rahmen ihrer direkten Möglichkeiten die Attraktivität der Fahrradnutzung leider nicht erheblich erhöhen. Verbesserungen müssen auf anderer Ebene angestoßen werden (Kommune, Verkehrsunternehmen, öffentlicher Dienst), aber die Universität sollte auf die damit zusammenhängenden Potenziale zielgerichtet hinweisen.

 

Teil 5 – Fazit und nächste Schritte

Die Befragung zum Mobilitätsverhalten der TUBAF-Angehörigen hat gezeigt, dass die zentrale Lage der Universität in vielen Fällen einen umweltfreundlichen Weg zur Arbeit ermöglicht. Dennoch sind auch viele Mitarbeiter:innen (täglich) auf längeren Strecken unterwegs. Den Anteil an umweltfreundlicher Mobilität in dieser Gruppe zu erhöhen, ist und bleibt eine Herausforderung für die Universität. Eine bessere Informationsaufbereitung zu ÖPNV Mobilitätsangebot, Zeitkarten und Fahrradmitnahme, ein Semesterticket und Duschen am Arbeitsplatz wurden als vielversprechendste Maßnahmen identifiziert.