Der Umweltbeirat empfiehlt: Pendeln mit dem 9-Euro-Ticket.

Ein FAQ zur Nutzung des deutschlandweit gültigen ÖPNV Tickets auf Ihrem Arbeitsweg.

Pendeln mit dem 9-Euro-Ticket: eine einzigartige Möglichkeit, neue Mobilität zu entdecken.

Mit dem 1. Juni 2022 bieten die deutschen Verkehrsbetriebe die Möglichkeit, für 9,00 EUR pro Monat ein deutschlandweit gültiges Ticket für Nahverkehrsverbindungen zu erwerben.

Eine Umfrage zum Pendelverhalten der Universitätsangehörigen hat kürzlich gezeigt, dass zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Bus und Bahn zu ihren Arbeitsplätzen kommen könnten, aber die damit verbundenen Kosten als zu hoch wahrgenommen werden. Mit dem 9-Euro-Ticket fällt nun für einige Monate diese Einschränkung, und es bietet sich an, diese Form des Pendels zu erproben.

Der Beirat für Umweltmanagement beantwortet einige frequently-asked-questions (FAQ) rund um das Pendeln mit dem 9-Euro-Ticket zur Universität:

Frage 1: Welche Zug-Verbindungen zur Uni sind überhaupt attraktiv?

Der Bahnhof Freiberg ist an zwei wichtige Nahverkehrs-Achsen angeschlossen: 1. Mit dem RE3 stündlich nach und von Dresden, Tharandt, Flöha und Chemnitz. 2. Mit der RB30 ebenso stündlich auf derselben Achse aber mit zahlreichen Haltepunkten unterwegs (siehe Abbildung), sowie an die Freiberger Eisenbahn, die ebenfalls stündlich zwischen Holzhau und Freiberg mit zahlreichen Unterwegshalten verkehrt. Auf allen diesen Bahnen gilt das 9-Euro-Ticket uneingeschränkt.

Ab Mitte Juni 2022 verkehren auch einige Intercity-Züge auf der Strecke Berlin-Dresden-Freiberg-Chemnitz. Diese Züge können mit dem 9-Euro-Ticket nicht genutzt werden (stand 30.5.2022).

Schienennetz Sachsen (Quelle: VMS)

Frage 2: Wo ich wohne gibt es keinen Bahnhof. Gibt es überregionale Busverbindungen die attraktiv wären?

Ja, es gibt einige Expressbusse, die durchaus günstige Verbindungen für Pendler und Pendlerinnen sein können. Der VMS unterhält einen Expressbus „Plusbus“ auf der Strecke zwischen Freiberg – Nossen – Roßwein – Döbeln (Linie 750). Dieser Bus verkehrt stündlich. Auf der Website des VMS kann man sich einen individuellen Pendlerfahrplan anzeigen lassen (gilt auch für Züge).

Frage 3: Ich komme mit dem Zug zwar recht gut nach Freiberg Bahnhof, aber nicht weiter. Gibt es für den Weg zu meinem Institut attraktive, innerstädtische Optionen?

Der Freiberger Stadtverkehr hat mehrere Linien die zwischen Bahnhof/Busbahnhof und Reiche Zeche (Linie D) oder Campus (747, Linie C) verkehren, leider sind die Umstiege nicht optimiert. Einige pragmatische Lösungen gibt es trotzdem, die Tabelle macht einige Vorschläge, die so auch zu anderen Stunden funktionieren:

Reisewege Freiberg (innerstädtisch)

Frage 4: Mein Institut ist an keine Busverbindung in Freiberg gut angeschlossen. Was habe ich sonst für Möglichkeiten, wenn ich mit dem Zug nach Freiberg pendeln möchte?

Am Bahnhof sind zahlreiche, auch überdachte, Fahrradabstellmöglichkeiten. Es bietet sich an, hier ein Fahrrad für den individuellen Stadtverkehr zu deponieren.

Wer kein Fahrrad am Wohnort entbehren kann und trotzdem das 9-Euro-Ticket mit einem Fahrrad in Freiberg kombinieren möchte, kann erwägen, mit Tchibo/Swapfiets ein Fahrrad für wenige Monate zu mieten. Für bereits weniger als 17 EUR/Monat kann man ein Stadtrad mit Diebstahlversicherung und Reparaturgarantie monatsweise mieten. (So ein Rad müsste einmalig aus Leipzig abgeholt werden. Das geht kostenfrei mit dem Zug).

Frage 5: Wenn der Gültigkeitszeitraum des 9-EUR-Tickets abgelaufen ist, ich aber weiterhin den ÖPNV nutzen will, müsste ich wieder teure Monatskarten nutzen. Gibt es da Unterstützungsmöglichkeiten?

Zumindest für die Landesbediensteten des Freistaats gibt es ein vergünstigtes Jobticket. Konditionen hängen von der Zonenzahl ab. Zur Beantragung wenden Sie sich bitte an die Personalabteilung.

Frage 6: Wieviel Geld und Ressourcen spare ich mit der Nutzung des Tickets?

Das Sparpotenzial mit dem 9-Euro-Ticket ist erheblich. Wenn man von einer täglichen Pendeldistanz von 16km, der Fahrt mit einem Auto mit Verbrauch 8 L/100km und 2EUR Benzinpreis ausgeht kommen für die 3 Monate knapp 300EUR Sparpotenzial zusammen. Gleichzeitig würden Sie beim Umstieg auf den ÖPNV noch rund 250 kg CO2 Emissionen, Lärm und Reparaturkosten einsparen.