Onlineforum

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie zu dem am 06.10.2020 stattfindenden Onlineforum mit dem Titel: „Problematik angepasster Messkonzepte für Staubkonzentrationen aus Sicht der Unternehmen“ einladen.

Agenda:

14:00 Uhr:       Eröffnung durch Herrn Prof. Helmut Mischo

14:10 Uhr:       Frau Stephanie Schöbel und Herr Dr. Rüdiger Triebel

(K+S AG)

Thema: „Einsatzerfahrungen mit Messgeräten für partikelförmige Dieselmotoremissionen und daraus abzuleitende Anforderungen zur Erfüllung der TRGS 554“

Abstract: Der Arbeits- und Gesundheitsschutz nimmt einen immer größer werdenden Stellenwert der täglichen Arbeit in den Betrieben ein. Gesetze und Richtlinien werden immer spezifischer und der Detaillierungsgrad der Gefährdungen nimmt mit zunehmenden Wissensstand von Arbeitsmedizin und Technik zu. Mit der Reduzierung der Arbeitsplatzgrenzwerte für NO, NO2 und EC-Grenzwerten sowie der damit notwendigen Überarbeitung der TRGS 554 steht der untertägige Bergbau vor großen Herausforderungen. Für die K+S Gruppe ergeben sich hierdurch maßgebliche Aufwendungen und Änderungen in den Betriebsabläufen. Es ergeben sich nicht nur neue Anforderungen an die Messverfahren selbst, sondern auch neue Anforderungen im Rahmen der Ermittlung und Beurteilung der Gefährdungen unter Tage. Die derzeit verfügbare Messtechnik wurde im Rahmen verschiedener Mess-Einsätze auf die Eignung in den Bergwerken der K+S geprüft. Die daraus abgeleiteten Anforderungen an die künftige Messtechnik und an das fachkundige Personal konnten hierdurch näher identifiziert werden. Unabhängig davon zeigt die am 20. April 2020 veröffentlichte Gesundheitsstudie, dass bei den Kurzzeit-Effekten kein Zusammenhang zwischen den bei K+S unter Tage herrschenden Expositionssituationen und gesundheitlichen Effekten bei den Beschäftigten bestehen.

14:40 Uhr:       Herr Thomas Kießling

(GSES mbH)

Thema „Die neue Handlungshilfe zu luftgetragenen Gefahrstoffen im untertägigen Versatz – Notwendigkeit und Anwendung“

Abstract: Feinstaub, luftgetragene Gefahrstoffe, krebserregende Substanzen. Wer denkt da heutzutage nicht an Dieselmotoren, Emissionen aus dem Verkehr bzw. unter Tage aus den dieselgetriebenen Großgeräten. Doch es gibt weitere luftgetragene gesundheitsgefährdende oder nachgewiesen krebserregende Substanzen, die sowohl über als auch unter Tage Beachtung finden müssen. Einige Metalle als Staub sind mittlerweile in die Liste der krebserregenden, erbgutverändernden Substanzen aufgenommen worden. Die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (z.B. TRGS 900, TRGS 910 und die TRGS 561) enthalten Grenzwerte und Umgangsvorschriften für krebserregende Stoffen. Bei der Verarbeitung von Filterstäuben und Aschen aus der thermischen Verwertung zu Untertageversatz und bei Transport- und Versatzarbeiten unter Tage können metallische Stäube entstehen, die gesundheitsgefährdende Konzentrationen erreichen. Zielstellung des Bergwerksbetreibers muss es sein, die Gefährdung der Mitarbeiter durch die Überschreitung der zulässigen Konzentrationen auszuschließen. Hierzu ist es erforderlich, die Konzentration an gesundheitsgefährdenden Stäuben vorherzusagen und im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung vor der Arbeitsaufnahme die Umgangssicherheit zu bewerten. Hierfür hat sich seit Jahrzehnten die Staubgrenzwertkonzentrationsprognose in der Anwendung bewährt. Seit einigen Jahren steigt die Zahl der zu bewertenden Metalle stetig an und die zu berücksichtigenden Grenzen; sei es durch die Verpflichtung zur Einhaltung risikobasierter Bewertungsmaßstäbe (Toleranz- oder Akzeptanzkonzentrationen, Binding Limit Values etc.) oder gesunkener Arbeitsplatzgrenzwerte. Die Herausforderung in der Praxis liegt in einer aussagekräftigen Prognose der zu erwartenden Konzentrationen und in einer Kontrolle des Ergebnisses, sprich des tatsächlichen Gefahrstoffaufkommens beim Umgang mit den Versatzstoffen. Die vom Arbeitskreis „Luftgetragene Gefahrstoffe“ des BDE (Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V.) gemeinsam mit dem Institut für Gefahrstoffforschung entwickelte Handlungshilfe zu luftgetragenen Gefahrstoffen im untertägigen Versatz gibt dem Bergbautreibenden einen Leitfaden an die Hand, um Gefahrstoffkonzentrationen zu prognostizieren, im realen Betriebsablauf zu messen und zu bewerten. Am Beispiel des Bergwerkes „Glückauf Sondershausen“ soll erläutert werden, wie dies in der Praxis umgesetzt wird und welche Effekte daraus entstehen.

15:00 Uhr:       Podiumsdiskussion

Wir möchten Sie bitten, Fragen, welche Sie schon heute beschäftigen, zu formulieren und bereits vorab an die Mailadresse freibergbauattu-freiberg [dot] de zu senden. Natürlich haben Sie auch am Veranstaltungstag die Möglichkeit dem Podium Fragen persönlich, oder per Chatfunktion  zu stellen.

Das Onlineforum wird unter dem Link: https://bbb.hrz.tu-freiberg.de/b/fal-jm9-b72-gco durchgeführt. Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme und viele Fragen.

Mit herzlichem Glück Auf!

Prof. Dr.-Ing. Helmut Mischo, Pr.Eng.