Absolventeninterview Nanotechnologie

 „Absolventen empfehlen Studium in Freiberg“ - Martin Elborg. Er studierte Elektronik- und Sensormaterialien und arbeitet nun als Wissenschaftler am National Institute for Materials Science.

Martin Erborg arbeitet heute als Wissenschaftler am National Institute for MaterMartin Elborg hat sein Studium der Elektronik- und Sensormaterialien (neu: Nanotechnologie) an der TU Bergakademie Freiberg im März 2010 abgeschlossen und arbeitet nun als Wissenschaftler am National Institute for Materials Science im japanischen Tsukuba.

Was haben Sie in Freiberg studiert?

Ich habe in Freiberg als Diplom „Elektronik- und Sensormaterialien“ studiert. Im aktuellen Studienangebot der TU Bergakademie Freiberg kann man jetzt neu "Nanotechnologie" studieren. Dieser Studiengang kommt meinem am nächsten.

Warum können Sie ein Studium in Freiberg weiterempfehlen?

Die TU Freiberg ist besonders auf dem Gebiet der Materialwissenschaft und Chemie gut aufgestellt. Und nur hier gab es einen Studiengang, der die Funktionsmaterialien die in Elektronik und Sensoren eingesetzt werden, mit speziellem Fokus behandelt. Da wir in meinem Studienfach und Jahrgang nur wenige Studenten waren, konnten wir eine super Betreuung durch die Professoren und eine flexible Studiengestaltung voll ausschöpfen.

Freiberg ist eine schöne Stadt mit Charakter, die ich während meiner Studienzeit sehr lieb gewonnen habe.

Wo arbeiten Sie zurzeit?

Ich bin ICYS Wissenschaftler im International Center for Young Scientists (ICYS) am National Institute for Materials Science in Tsukuba in Japan. Aktuell forsche ich am Einsatz von Quantum Strukturen in Solarzellen mit dem Ziel extrem hoher Wirkungsgrade.

Information zum Studium:

Der Studiengang Nanotechnologie wird seit dem WS 2014/15 angeboten und bietet eine Ausbildung zwischen High Tech und hohem Praxisbezug. Der Nanotechnologe arbeitet beispielsweise an neuen Sensoren in Automobilzulieferbetrieben, an Beschichtungen von Implantaten in der Medizintechnik, an neuartigen Datenspeichern oder an Fahrassistenzsystemen. Viele Bauteile wie etwa Computerchips oder Sensoren werden zunehmend in miniaturisierter Form benötigt. Die extrem leistungsfähigen Strukturen müssen auf kleinstem Raum entstehen. Dafür braucht es hochpräzise Herstellungs- und Prüfverfahren für die Herstellung der Bauteile. Auch die chemische Industrie, die Halbleiterindustrie oder die Energie- und Umwelt-Branche sind dringend auf Nano-Experten angewiesen, die  sicher und zukunftsweisend mit Nanomaterialien umgehen können.

„Das Besondere an diesem Studiengang ist, dass er interdisziplinär und technologisch orientiert ist. Das bietet unseren Absolventen später viele Einsatzmöglichkeiten“, betont Prof. Yvonne Joseph als Studiengangverantwortliche. Der Diplomstudiengang „Nanotechnologie“ vermittelt breite physikalische, chemische und materialwissenschaftliche Grundlagen sowie vertiefte Spezialkenntnisse über technologische Anwendungen von Nanomaterialien.

Arbeitgeber NIMS: http://www.nims.go.jp/eng/