Absolventeninterview Betriebswirtschaftslehre

Wir stellen Absolventen vor, die in den vergangen Jahren ihr Studium in Freiberg abgeschlossen haben und nun interessante Arbeitsstellen gefunden haben.

Dr. Maciej Piechocki, BWL-Absolvent (c) privat Dr. Maciej Piechocki studierte von 2001, zunächst als Erasmus-Student, bis 2004 Betriebswirtschaftslehre an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und schloss sein Studium mit dem Abschluss Diplom-Kaufmann ab. Anschließend hat er zum Thema „XBRL Financial Reporting Supply Chain Architecture“ promoviert und im Jahr 2007 erfolgreich verteidigt. Seit 2013 ist der 36-jährige als Partner im Bereich Financial Services bei der Unternehmensberatung BearingPoint beschäftigt. 

Woran erinnern Sie sich besonders gern, wenn Sie an das Studium an der TU Bergakademie Freiberg denken? 

Ich hatte das Vergnügen, eine Zeitlang in Freiberg im gleichen Zimmer in der Weingasse zu wohnen, das 1791 Alexander von Humboldt, als er in Freiberg geforscht hat, bewohnt hat. Ich bin zwar als BWLer eher mathematisch und pragmatisch geprägt, aber ich vermute stark, dass die Aura von Alexander von Humboldt meine Zukunft beeinflusst hat – und das mindestens in zwei Themengebieten: Interdisziplinarität und Internationalisierung. Da Humboldt sowohl interdisziplinär als auch international tätig war, vermute ich, dass die zwei Aspekte auch für mich für Freiberg entschieden haben. 

Sie sind als Erasmus-Student nach Freiberg gekommen – was waren Ihre ersten Erfahrungen an der TU Freiberg und wie hat Sie Freiberg auf das Berufsleben vorbereitet? 

Ich kann mich noch sehr gut erinnern, als ich mich im Jahr 2001 als Student der Wirtschaftsuniversität Poznan in Polen entschieden habe, ein Erasmus-Auslandsemester (aus dem später sechs Jahre geworden sind) an der Bergakademie zu absolvieren. An der TU Bergakademie Freiberg habe ich mit dem Thema Internationalisierung gleich an mehreren Stellen zu tun gehabt und die internationale Atmosphäre richtig genießen können. Gemeinsame Veranstaltungen mit deutschen und internationalen Studenten haben sicherlich die Integration in Freiberg aber auch in Deutschland generell erleichtert und die interkulturelle Vielfalt hat zum Verständnis verschiedener Nationalitäten beigetragen. Die internationale Ausrichtung hat auch später sehr stark meine internationale Karriere geprägt. Auch die interdisziplinäre Denke konnte ich an der TU Bergakademie Freiberg gut kennenlernen auch diese hilft mir in meinem Berufsleben bis heute. Somit kann ich die TU Bergakademie für Studium und Promotion sehr gut empfehlen. 

Welches waren Ihre Aufgaben und beruflichen Stationen seit Ende des Studiums?

Seit 2013 bin ich Partner bei der Management- und Technologieberatungsgesellschaft BearingPoint, und im Bereich regulatorische Wertschöpfungskette tätig. In dem Aufgabenumfeld berate ich Banken, Versicherer, Zentralbanken und Aufsichtsbehörden wie das regulatorische Umfeld in Europa gestaltet werden soll. Das trägt wiederum zur Finanzstabilität Europas langfristig bei. Bevor ich meine Funktion bei BearingPoint übernommen habe, habe ich als Direktor bei der Beratung cundus AG und davor mehrere Jahre in London bei der IFRS Foundation/IASB gearbeitet. Ich war und bin auch in mehreren Gremien tätig, wie zum Beispiel als Vorstandsmitglied von XBRL International oder von XBRL Deutschland e.V. In dieser Funktion treibe ich bis heute die Standardisierung in Europa voran. 

Arbeitgeber BearingPoint: http://www.bearingpoint.com/de-de/