Messkampagne in der Herbstvollzirkulation war erfolgreich

Die zweite Messkampagne des ESF-Projektes RoBiMo konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Dazu haben die zwei Nachwuchsforscher der Bereiche Geoökologie und Hydrogeologie vom 08.11. bis 16.11.2021 die Talsperren Malter, Lichtenberg und Saidenbach im Umfeld Freibergs sowie das Speicherbecken Lohsa I in der Oberlausitz und den Störmthaler See im Südraum Leipzig befahren. Begleitet wurden sie teilweise von Studierenden und Mitarbeiter:innen der TU Bergakademie Freiberg.

Ziel dieser Messkampagne war es, die Herbst-Vollzirkulation der ausgewählten Gewässer an den ausgewählten Messpunkten zu untersuchen. Die erzielten Ergebnisse können nun mit denen aus der ersten Messkampagne, die während der Sommerstagnation stattfand, verglichen werden.

Dazu wurden zum einen mittels eines Ruttner-Schöpfers 3 bis 5 Wasserproben aus verschiedenen Tiefen entnommen und darin Wassergüteparameter wie pH-Wert, Temperatur, Sauerstoffgehalt und elektrische Leitfähigkeit untersucht sowie Schnelltests auf Chlorid, Gesamt- und Karbonathärte durchgeführt. Anschließend wurde die Konzentration an gelöstem Eisen in den Wasserproben photometrisch bestimmt. Zusätzlich wurden Wasserproben für eine spätere Laboranalysen, wie Ionenchromatografie, präpariert und eingefroren. Des Weiteren wurden mit einer kommerziellen Multiparametersonde entlang der Wassertiefe die folgenden Parameter aufgezeichnet: Temperatur, pH-Wert, elektrische Leitfähigkeit, Trübung, Sauerstoffsättigung, Sauerstoffkonzentration sowie der Chlorophyllgehalt. Dabei wurde auch eine eigens entwickelte Multiparametersonde getestet, um einen ersten Eindruck ihres Strömungsverhalten und der Messwertaufzeichnung zu gewinnen. Bei späteren Messkampagnen soll diese dann eingesetzt werden.

Zum anderen wurde neben der Wassergüteanalyse auch der Austausch von Treibhausgasen zwischen Wasseroberfläche und Atmosphäre mithilfe der an der TU Bergakademie Freiberg entwickelten Plattform SEMACH-FGaqua gemessen, welche nach der ersten Messkampagne hinsichtlich Bedienung optimiert wurde. Aus den gewonnenen Wasserproben wurden zudem Proben für die Bestimmung der Konzentration an gelöstem Kohlenstoff und Gasproben zur Bestimmung der Treibhausgas­konzentrationen in verschiedenen Wassertiefen genommen.

Das Projektteam möchte sich erneut für die umfangreiche Unterstützung durch die Landestalsperrenverwaltung Sachsen, die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft und die Gemeinde Großpösna bedanken. Das Projekt wird durch den ESF sowie durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes finanziert.

Durchführung eines Schnelltests auf der Talsperre Malter.
Kontrolle der SEMACH-FG_aqua Plattform während der Fahrt.
Atmosphäre während der Messung auf der Talsperre Saidenbach.
Messplattform Ferdinand mit SEMACH-FG_aqua System auf der Talsperre Saidenbach.