Entwicklung von Digitalisierungsstandards für Bohrkerne

Das Sächsische Gesteinsanalytik Zentrum (SGA) fungiert als zentrales Bohrkernarchiv in gemeinsamer Verwaltung der TU Bergakademie und des Sächsischen LfLUG. Mehr als 125 km Bohrkernmaterial von ca. 25.000 Bohrungen aus geologischen Kartierungs- und Erkundungskampagnen lagern hier und ermöglichen Einblicke in den tieferen Untergrund Sachsens.

Inhalte des Teilprojektes sind Recherche und Erschließung sächsischer Bohrkerne, sowie die Prüfung bestehender Digitalisierungsmethoden. An max. 100 ausgewählten Kernmetern testet der Bearbeiter bei Kooperationspartnern gängige Bohrkernscanner und –verfahren und definiert Standards. Er entwickelt und erprobt spezifizierte Workflows für verschiedene Verfahren (3D-Scannen, chemische Multi- Elementanalyse) und Abfrageinhalte (2D/3D Struktur- bzw. Gefügeelemente, Elementverteilungen) und optimiert diese für zukünftige Anwendungen im SDZ.

Durch die Eingabe und Langzeitarchivierung der Daten in Datenbankmanagementsysteme lassen sich die Bohrkerndigitalisate mit den bereits digital vorliegenden Geoinformationen (z.B. Schichtenverzeichnisse) verknüpfen. Auf der Basis der georeferenzierten Karte Sachsens, potentiell verfügbarer 3D-Modelle und geowissenschaftlicher Informationen werden sie vernetzt und stehen diversen Nutzergruppen aus Wirtschaft, Ämtern und Behörden zur Verfügung.

 

 

Photogrammetrische 3D Darstellung eines Bohrkernes.