Wolf-Dieter Schneider zum neuen Honorarprofessor bestellt

Dr. Wolf-Dieter Schneider ist neuer Honorarprofessor der TU Bergakademie Freiberg. Rektor Prof. Georg Unland bestellte den Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Deutschen Gießerei- und Industrie-Holding AG (DIHAG) am 19. Oktober in dieses Amt. Die neue Professur wird sich dem Gebiet der Optimierung gießereitechnischer Prozesse widmen. Die Berufung erfolgt auf Vorschlag der Fakultät für Werkstoffwissenschaft und -technologie.
„Mit Prof. Wolf-Dieter Schneider gewinnt die TU Bergakademie Freiberg einen herausragenden und fachlich exzellenten Kollegen“, hob Prof. Horst Biermann, Dekan der Fakultät für Werkstoffwissenschaft und -technologie in seiner Laudatio auf der Festveranstaltung im Senatssaal der Freiberger Universität hervor. „Während seiner umfangreichen Berufstätigkeit hat er den technischen Fortschritt und den Wissensgewinn in der Gießerei-Technik gefördert und mitgestaltet. Aufgrund seines extrem breiten Erfahrungsschatzes bereichert er zudem unsere Ausbildung des Ingenieurnachwuchs durch seine Kenntnisse moderner Managementmethoden.“

Auf der Festveranstaltung richtete der neue Honorarprofessor gemeinsam mit seiner Frau die Stiftung „Ursula und Prof. Wolf-Dieter Schneider“ ein. Die Erträge sollen Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften an der TU Bergakademie Freiberg fördern. Dazu soll unter anderem jährlich der „Prof. Eckart Flemming Preis“ an einen Nachwuchswissenschaftler verliehen werden. Prof. Wolf-Dieter Schneider ist der TU Bergakademie Freiberg seit längerem eng verbunden. 1998 wurde er Vorstandsmitglied des Vereins der Freunde und Förderer der Bergakademie Freiberg. In der Lehre engagiert er sich seit 2000 am Freiberger Gießerei-Institut.

Wolf-Dieter Schneider wurde am 2. Oktober 1942 in Berlin geboren. Er studierte in Aachen und Berlin Gießereitechnik und diplomierte 1965 an der Technischen Universität Berlin. Im Anschluss an seine Promotion und Tätigkeit am Gießereiinstitut der TU Berlin wechselte Dr. Schneider 1968 in die Industrie. Nach leitenden Aufgaben bei den Rheinstahl Hüttenwerken, der späteren Thyssen Industrie AG, wurde er 1982 Technischer Direktor der August Engels GmbH Velbert und 1984 Vorstandesmitglied der Thyssen Guss AG. 1989 übernahm er den Vorsitz der Geschäftsführung der Otto Junker GmbH Simmerath. Für die Treuhandanstalt Berlin war er von 1993 bis 1995 als Sanierer in der Sparte Stahlwerke/Gießereien tätig. Nach der Übernahme der Geschäftsführung der M.I.M Hüttenwerke Duisburg setzte sich Dr. Schneider für die Deutsche Gießerei- und Industrie-Holding AG (DIHAG) ein, zuerst als Vorsitzender des Vorstandes, dann des Aufsichtsrates. 2000 war er als Gutachter im Bundesministerium für Forschung im Bereich „Innovative Umwelttechniken in der Metallerzeugung / Gießereiindustrie“ tätig.

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Birgit Seidel