Wie sich chemische Elemente effektiv, genau und schnell analysieren lassen

Indigoblaues Plasma durch die Verdampfung von Indiumchlorid mittels ETV
Um diese Frage ging es beim Colloquium Analytische Atomspektrometrie CANAS 2019 am 26. September an der TU Bergakademie Freiberg. Dort diskutierten 140 Wissenschaftler/innen aus Forschung und Industrie über ihre neuesten Erfahrungen und Methoden im Bereich der Elementanalytik und der Spurenanalyse.

Auf der Fachtagung werden methodische Neuentwicklungen auf dem Gebiet der Atomspektroskopie (AS) dargestellt und diskutiert. Ziel der Wissenschaftler/innen ist es, künftig noch schneller, genauer und möglichst automatisiert geringste Mengen von Elementen nachzuweisen.

Und die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: Kriminalisten hilft sie beispielsweise bei der Untersuchung von Schmauchspuren, an Flughäfen spürt sie Sprengstoffspuren an Kleidung und Gepäck auf und Medizinern zeigt sie die Ausbreitung von Tumoren.

Das Institut für Analytische Chemie der TU Bergakademie Freiberg stellte unter anderem das Potential der elektrothermischen Verdampfung für die Elementanalyse vor. Dabei wird das Untersuchungsmaterial verdampft, wodurch die freigesetzten Verbindungen direkt in das Analysegerät transportiert werden.

Zudem referierten zahlreiche führende europäische Wissenschaftler/innen aus den Bereichen Umwelt, Energierohstoffe, strategische Rohstoffe, Lebensmittel- und Agrarwirtschaft, Medizin, Biologie, Nanomaterialien und Werkstoffe.

Begleitet wurde das Colloquium von einer Geräteausstellung, an der sich mehr als 10 der führenden Gerätehersteller auf dem Gebiet der Elementanalytik wie Spectro Analytical Instruments, Analytik Jena und Shimadzu beteiligten.

Die Veranstaltung ging nahtlos in das Anwendertreffen Glimmentladungsspektroskopie über, welches TU Bergakademie Freiberg und IFW Dresden gemeinsam organisieren und zirka 60 Spezialisten zum Erfahrungsaustausch zusammenführte.