Vorkolloquium zur Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in Freiberg

Gruppenbild mit mehreren Menschen vor einer Seilscheibe in Freiberg
Heute Abend beginnt die 11. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz in Potsdam. Zu einem Vorkolloquium zum Thema „Ressourceneffiziente Zerkleinerung von Rohstoffen“ an der TU Freiberg reisten bereits am 5. und 6. November nationale und internationale Gäste zum gemeinsamen Austausch nach Freiberg.

Mit praktischen Übungen, Demonstrationen und Diskussionen zur Technologie der Gutbettwalzenmühle erläuterten die Wissenschaftler/innen der TU Bergakademie Freiberg die ressourcenschonende Zerkleinerung von Rohstoffen anschaulich.

Die Gutbettwalzenmühle (GBWM) hat sich zu einer wichtigen Zerkleinerungstechnologie in der mineralverarbeitenden Industrie entwickelt. Im Vergleich zu anderen Technologien verbraucht das GBWM-Verfahren deutlich weniger Energie, was wiederum zu einer Senkung der Betriebskosten bei gleichzeitig positivem Umwelteffekt führt. Die Forschung zur Gutbettzerkleinerung ist ein wesentliches Element der Prozessgestaltung in der Zement- und Erzbergbauindustrie. An der TU Bergakademie Freiberg sind derzeit mehrere Technikumsanlagen installiert.

Die Vorveranstaltung wurde von der Arbeitsgruppe um Prof. Gerhard Heide gemeinsam mit dem Institut für Aufbereitungsmaschinen um Prof. Georg Unland und Prof. Holger Lieberwirth entwickelt und organisiert. Sie stimmt auf die Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz vom 6. bis 8. November in Potsdam ein, wo wieder zahlreiche hochrangige Gäste aus Russland und Deutschland erwartet werden, um Fachthemen der Energie- und Rohstoffwirtschaft zu diskutieren und bilaterale Kooperationsprojekte anzustoßen.

Das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum (DRRF) ist eine Dialogplattform zur Intensivierung der Rohstoffbeziehungen beider Länder. Es wurde im Jahr 2006 am Rande des Petersburger Dialogs von der TU Bergakademie Freiberg und dem St. Petersburger Staatlichen Bergbauinstitut gegründet. Um auch den fachlichen Austausch im Rohstoffbereich zu fördern hat das DRRF deutsch-russische Arbeitsgruppen zu wichtigen gemeinsam identifizierten Themengebieten gegründet.

Eine dieser Arbeitsgruppen ist die AG „Alternative Technologien zur Entwicklung nicht-rentabler Lagerstätten“ von Prof. Gerhard Heide (TU Bergakademie Freiberg) und Prof. Irina Talovina (St.Petersburger Bergbau-Universität). Sie befasst sich mit der Entwicklung neuer Verfahren zur Verarbeitung von niedrigwertigen Erzen sowie Bunt- und Edelmetallabfällen sowie mit innovativen Materialien und Technologien zur Förderung von fossilen Rohstoffen.

Bei der Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in Potsdam lädt die Arbeitsgruppe bei einer Rundtisch-Diskussion am 8. November 2018 zu einem interdisziplinären Austausch über technologische Konzepte, wissenschaftliche Ansätze und wirtschaftliche Umsetzungsmöglichkeiten ein.