Virtuhcon erhält Bundesförderung für weitere fünf Jahre

Hochtemperatur-Viskosimeter zur Charakterisierung von Schlacken
Das Zentrum für Innovationskompetenz Virtuhcon (Virtual High Temperature Conversion, virtuelle Hochtemperatur-Konversionsprozesse) in Freiberg wird für weitere fünf Jahre vom Bund gefördert.

 

In einem Gutachtergremium konnte Virtuhcon erfolgreich seine Spitzenposition in Forschung und Lehre unter Beweis stellen und wird nun im Rahmen der zweiten Förderphase des Programms „Zentren für Innovationskompetenz (ZIK): Exzellenz schaffen - Talente sichern“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Mit dem Programm wird Spitzenforschung an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in den Neuen Ländern unterstützt und ausgebaut.

Berechnung der Temperaturverteilung in einem FlugstromvergaserGegründet durch acht Institute der TU Bergakademie Freiberg erschließen am ZIK Virtuhcon seit 2009 drei Forschungsgruppen neue Wege der Technologieentwicklung im Bereich der Metallurgie und Chemie durch die Virtualisierung von Hochtemperatur-Stoffwandlungsprozessen.

Das Forschungszentrum Virtuhcon liefert Entwicklungswerkzeuge für ressourcenschonende Technologien in Chemie und Metallurgie. Die Mission von Virtuhcon ist die Entwicklung neuer, effizienter Hochtemperatur-Konversionstechnologien mit niedrigerem Energiebedarf und verringertem CO2-Ausstoß. Den Schlüssel für eine beschleunigte Technologieentwicklung stellt die Prozessvirtualisierung dar, das heißt die Abbildung technologischer Prozesse in Rechenmodellen. Sie ermöglicht eine zeit- und kosteneffiziente Optimierung der Hochtemperatur-Konversionsprozesse und führt zu neuen Lösungsansätzen, ohne dass aufwendige und teure Versuchsanlagen errichtet werden müssen.

In der zweiten Förderphase werden nun mindestens zwei weitere Forschergruppen für die erfolgreiche Weiterführung der Arbeit eingerichtet. Die Wissenschaftler werden neue Lösungsansätze und Rechenmodelle zur numerischen Simulation hochbeladener, reaktiver Systeme in Metallurgie und Chemie entwickeln, experimentell Stoff- und Prozessdaten bestimmen sowie Hochtemperatur-Konversionsprozesse aus dem Bereich der Metallurgie und Feststoffvergasung thermochemisch modellieren. Die neuen Themenfelder ergänzen die Forschungsarbeit und schaffen perfekte Voraussetzungen für ein sich langfristig selbsttragendes Forschungs- und Entwicklungszentrum.

Bis 2020 stehen dem ZIK Virtuhcon damit voraussichtlich Finanzmittel von 16 bis 18 Millionen Euro von Bund und Land zur Verfügung. Sie fließen unter anderem in die Einrichtung der neuen Forschergruppen und in  die Infrastruktur.

Weitere Informationen: https://tu-freiberg.de/fakult4/iec/virtuhcon/

Ansprechpartner: 
Prof. Bernd Meyer, Tel. -4510