Verleihung des Heinrich-Schubert-Preises an Nachwuchswissenschaftler

Preisträger Anna Thielen und Dr.-Ing. Markus Buchmann mit Dekan Prof. Fieback
Studentin Anna Thielen und Dr.-Ing. Markus Buchmann erhalten für ihre hervorragenden Leistungen heute den Heinrich-Schubert-Preis der Fakultät für Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik der TU Bergakademie Freiberg.

Der Preis, der seit 2019 jährlich an Studierende und Promovierende vergeben wird, wurde im Rahmen der Tagung „Aufbereitung und Recycling“ an die Preisträger übergeben. Mit der Vergabe des Preises für exzellente Nachwuchsforschung in der Mechanischen Verfahrenstechnik, Mineralaufbereitung oder dem Recycling wird an das Wirken des ehemaligen Lehrstuhlinhabers Prof. Heinrich Schubert erinnert.

Wegweisende Bachelor- und Doktorarbeit ausgezeichnet

B. Sc. Anna Thielen beschäftigte sich in ihrer Bachelorarbeit mit der Sortierung von Stromleiterfolien aus Lithium-Ionen-Batterien. Sie war damit eng in die aktuelle Technologieentwicklung auf diesem Forschungsgebiet an der TU Bergakademie Freiberg eingebunden (https://tu-freiberg.de/fakult4/mvtat/forschung). Ziel der Arbeit war es, die Trennung von Aluminium- und Kupferfolien bei der Aerostromsortierung zu verbessern. Dazu wurden verschiedene Zerkleinerungsmaschinen hinsichtlich ihrer Eignung zum Vereinheitlichen der Partikelform und zum Kompaktieren der Folienstücke sowie die daraus resultierende Wirkung auf den Sortiererfolg untersucht. Neben theoretischen Betrachtungen zur Sinkgeschwindigkeit nicht-kugliger Partikel und dem Ermitteln der Prozessfunktion lag der Schwerpunkt der Arbeit auf der partikeltechnologischen Charakterisierung der Ausgangs-, Zwischen- sowie Endprodukte und der Methodenentwicklung zum Bestimmen des Kompaktierungsgrads.

Dr.-Ing. Markus Buchmann beschäftigte sich im Rahmen seiner Promotion mit der mehrdimensionalen Charakterisierung von Stoffgemischen im Bereich der Mineralaufbereitung. Seine Arbeit ist dahingehend wegweisend, dass die umfangreiche und komplexe Datenbasis, welche moderne bildgebende Verfahren zur Verfügung stellen, mit Werkzeugen der Statistik zu einer homogenen mehrdimensionalen Verteilungsfunktion der Eigenschaften extrapoliert wurde. Der bei Trennprozessen übliche Vergleich von Aufgabe- und Produktstrom erlaubte somit die Ermittlung einer mehrdimensionalen Trennfunktion, mit der Trennprozesse nicht nur anhand einer Eigenschaft (zum Beispiel Klassieren nach Größe oder Sortieren nach beispielsweise der Dichte) beschrieben werden können, sondern gewollte oder ungewollte Überlagerungen mehrerer Trennmerkmale sichtbar werden. Die Arbeit entstand an der TU Bergakademie Freiberg in Zusammenarbeit mit verschiedenen Arbeitsgruppen des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie.

Hintergrund: Heinrich-Schubert-Preis

Der ehemalige Lehrstuhlinhaber Prof. Dr.sc.techn. Drs.h.c. Heinrich Schubert (1926-2018) hat im In- und Ausland überragende Verdienste in den Bereichen Mechanische Verfahrenstechnik und Aufbereitungstechnik erworben. Mit dem nach ihm benannten Preis werden Personen ausgezeichnet, die im Rahmen einer studentischen Abschlussarbeit oder einer Promotion ihre Exzellenz in der Mechanischen Verfahrenstechnik, Mineralaufbereitung oder dem Recycling gezeigt haben. Die Verleihung des Preises fand durch den Dekan der Fakultät mit Übergabe einer Urkunde, der Heinrich-Schubert-Medaille sowie einem Preisgeld von je 500,00 Euro im Rahmen der jährlichen Tagung „Aufbereitung und Recycling“ statt. Die Preisgelder 2020 wurden von der Fachgruppe Aufbereitung des Vereins der Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg gespendet, zahlungskräftig unterstützt insbesondere von: Irina Bremerstein, Wolfgang Ebert, Bernd Kubier, Reiner Martin, Andrea Mocka, Helmut Müller, Thomas Mütze, Albrecht Neudert, Stephan Rebettge, Dieter Reinhold, Martin Rudolph, Michael Scheibe, Karola Schoenherr, Thomas Schwalm, Albrecht Tolke.

Näheres zum Heinrich-Schubert-Preis bestimmt die Satzung.

Ansprechpartner: 
Prof. Dr.-Ing. Tobias Fieback, Tel.: +49 3731 39-3120