Unternehmen fördern Institut für Aufbereitungsmaschinen

Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbau haben in Freiberg am Freitag, dem 27. Januar, den Freundes- und Förderkreis des Instituts für Aufbereitungsmaschinen gegründet. Bei einem Festakt im historischen Senatssaal der TU Bergakademie Freiberg unterschrieben 14 Firmen die Gründungsurkunde. Den im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) organisierten Initiatoren des Förderkreises geht es darum, das Freiberger Institut in Forschung und Lehre zu unterstützen und den Austausch zwischen Universität und Herstellern zu vertiefen.
Der Förderkreis möchte mit seinen Mitteln die Ausbildung junger Leute am Institut unterstützen, beispielsweise durch betreute Studien-, Diplom-, Doktorarbeiten, die Durchführung von Fachexkursionen sowie Hilfe beim Berufseinstieg. Daneben liegt ein Schwerpunkt der Aktivitäten auf der Entwicklung neuer Weiterbildungskonzepte. Dabei sollen Hersteller und Betreiber in Lehrgängen Kenntnisse der Aufbereitungstechnik erhalten. Hintergrund dieses Vorhaben: Die fachliche Ausbildung von jungen Mitarbeitern ist eine in den Unternehmen meist noch unsystematisch gelöste Aufgabe, die oftmals langen und teure Einarbeitungszeiten zur Folge hat. Die Unternehmen versprechen sich von den neuen Weiterbildungsmaßnahmen vor allem mehr Effizienz und Kosteneinsparungen. Darüber hinaus wollen Wirtschaft und Institut noch mehr gemeinsame Forschungsvorhaben voranbringen, dafür höhere Drittmittel gewinnen und mehr Stipendien für Studenten und Doktoranten anbieten.

„Wir sind über diese Unterstützung aus der Wirtschaft sehr froh“, erklärt Prof. Georg Unland, Leiter des Instituts für Aufbereitungsmaschinen. „Die TU Bergakademie Freiberg versteht sich als Partner der Industrie. Dabei sind wir besonders an einer Zusammenarbeit mit den Branchen interessiert, die das Rückgrat der Wirtschaft bilden. Der Maschinen- und Anlagenbau ist dabei für uns besonders wichtig. Häufig wird übersehen, dass er die meisten Arbeitsplätze in Deutschland schafft und einen sehr hohen Anteil zum Export beiträgt.“

Die Gründung des Förderkreises findet im Rahmen eines Symposium für Aufbereitungstechnik statt, das sich exklusiv an Betreiber von Aufbereitungstechnik wendet. Unter dem Thema „Welcher Brecher ist der Richtige?“ wird ein breiter Überblick über den heutigen Stand der Technik geworfen sowie neuere Entwicklungen und interessante Erfahrungen aus der Praxis erörtert.

Mit rund 20 Mitarbeitern ist das Institut für Aufbereitungsmaschinen der TU Bergakademie Freiberg heute das größte Universitätsinstitut in Europa, das sich mit der Aufbereitungstechnik in der Steine- und Erdenindustrie, im Bergbau, der Zementindustrie sowie in angrenzenden Anwendungsbereichen beschäftigt. Das Institut ist aus Sicht der Gründungsmitglieder des Förderkreises mit seinen umfangreichen und modernen Einrichtungen für Forschung- und Lehrzwecke weltweit einmalig und genießt ein international hohes Renommee. An der TU Freiberg werden pro Jahr rund 100 Diplom-Ingenieure der Fachrichtung Maschinenbau ausgebildet.
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Prof. Dr. Georg Unland