Universitätsbibliothek erinnert an Turbinenerfinder Friedrich Wilhelm Schwamkrug

Zum 200. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Schwamkrug zeigt die Freiberger Universitätsbibliothek eine Ausstellung über den Freiberger Oberkunstmeister und Erfinder. Präsentiert werden unter anderem Zeichnungen und Schriften Schwamkrugs, die aus dem Nachlass des Freiberger Maschinenunternehmers Ernst Gustav Emil Paschke stammen. Die Ausstellung ist im Lesesaal der Universitätsbibliothek „Georgius Agricola“ zu sehen.
Die Zeichnungen und Schriften des berühmten Freibergers, die erstmalig in einer Ausstellung der Öffentlichkeit gezeigt werden, befinden sich erst seit kurzer Zeit im Bestand der Freiberger Universitätsbibliothek. „Im Juli letzten Jahres kam Kurt Ernst Albrecht Paschke auf uns zu“, berichtet Christel Grau, Mitarbeiterin im wissenschaftlichen Altbestand der Universitätsbibliothek und Organisatorin der Ausstellung. „Der geborene Freiberger ist ein Nachfahre von Ernst Gustav Emil Paschke (1839-1929), dem Inhaber der Maschinenfabrik Paschke und Co. in Freiberg. Er übergab uns den Nachlass seines Vorfahren.“ Unter den wertvollen Papieren befanden sich neben rund 50 Modellzeichnungen und Rissen von Schwamkrug auch Handschriften von Julius Weisbach.

Friedrich Wilhelm Schwamkrug war der letzte sächsische Oberkunstmeister. In dieser Funktion plante der Absolvent der Bergakademie Freiberg die Maschinenanlagen für alle Gruben im Freiberger Revier. Für den Rothschönberger Stolln entwarf er unter anderem zwei Dampfmaschinen. Für seine Leistungen bei diesem Bauprojekt wurde Schwamkrug 1878 der Sächsische Verdienstorden verliehen. Berühmt wurde er auch als Erfinder. Eine von ihm konzipierte Turbine trägt bis heute seinen Namen und steht als Modell im Deutschen Museum in München. Das Original hat auf der Reichen Zeche einen Platz gefunden.

Ansprechpartner: 
Christel Grau