Universität verabschiedet 108 Promovierte und 5 Habilitierte

Graduiertenhut auf einem Stadtbild auf dem Schlossplatz
Bei einer virtuellen Feierstunde verabschiedet die Graduierten- und Forschungsakademie der TU Bergakademie Freiberg am 28. Januar 113 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 19 verschiedenen Ländern, die im Vorjahr erfolgreich promoviert (108) oder habilitiert (5) haben.

Trotz der pandemiegeprägten Zeit ist die Zahl der Abschlüsse nach einem Rückgang in den letzten drei Jahren im Jahr 2021 wieder deutlich gestiegen - 17 Promovierte und 3 Habilitierte mehr als 2020 sind zu verzeichnen. Auch der Anteil der promovierten Frauen hat sich mit 34 jungen Wissenschaftlerinnen wieder erhöht.

„Es ist sehr erfreulich und zugleich eine Bestätigung für die Universität, dass es uns gelungen ist, trotz Einschränkungen im Lehr- und Forschungsbetrieb eine akzeptable, sichere und produktive Lern- und Arbeitssituation für unsere Studierenden, Forschenden und Lehrenden zu schaffen. Alle haben noch mehr geleistet als sonst, um die Lehre abzusichern und die Forschung nicht zum Stillstand kommen zu lassen“, sagt Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht.

Pandemie stellt Promovierende und Habilitierende vor große Herausforderungen

„Vor allem bei der praktischen Arbeit im Labor verzögert sich durch lange Bestell- und Lieferzeiten von benötigten Ausgangsstoffen für Synthesen oder Bauteilen für Apparaturen sowie längere Wartungs- und Reparaturzeiten die Durchführung unserer Forschungsarbeiten. Auch der aktive Wissensaustausch und die persönlichen Kontakte zu anderen Forschenden fehlen. Viele Tagungen, Konferenzen und Kolloquien wurden abgesagt oder können nur online stattfinden“, erklärt der Promovierendenrat der TU Bergakademie Freiberg.

Eine Forscherin, die trotz der widrigen Umstände 2021 erfolgreich promoviert hat, ist Dr. Li Eckart. Sie studierte Wirtschaftsmathematik in Freiberg und begann 2016 ihre Promotion im Fachbereich Marketing. Die heute 33-jährige Wissenschaftlerin ging der Frage nach, wie die digitale Mundpropaganda das Kaufverhalten beeinflusst. „Dabei konnte ich mein Wissen aus dem wirtschaftsmathematischen Studium mit dem aus der wissenschaftlichen Arbeit im Bereich Marketing perfekt verknüpfen und anwenden“, so die Alumna, die in diesem Jahr die Abschlussrede der digitalen Feier hält.

„Wir sind stolz auf unsere Promovierten und Habilitierten, die nach ihrem Abschluss nun weltweit in der Wissenschaft, in der Wirtschaft oder in der Industrie die Herausforderungen der Zukunft angehen und diese selbst mitgestalten können. Dabei tragen sie unsere Werte und das positive Bild unserer Universitätsstadt in die Welt hinaus. Unsere Alumni sind die besten Botschafter und zeigen einmal mehr „Freiberg ist Wissenschaft“ und mehr als die Medienberichterstattung aktuell zeigt“, so Rektor Prof. Barbknecht.

Forschungsstärke sichert Promotionsstellen

21 Doktorinnen und Doktoren haben ihre Promotion mit dem Prädikat „summa cum laude“ (mit Auszeichnung) abgeschlossen. Das hohe fachliche und persönliche Leistungsvermögen der Forschenden und Nachwuchskräfte ist auch bei den Drittmitteln sichtbar. Einen Großteil ihrer Promotionsstellen finanziert die TU Bergakademie Freiberg daraus. Bei den Drittmitteleinnahmen pro Professor gehört die Universität zu den zehn stärksten Forschungsuniversitäten in Deutschland und nimmt in den neuen Bundesländern mit rund 54 Millionen (2021) eine Spitzenposition ein.

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Dr. Corina Dunger, corina.dunger@grafa.tu-freiberg.de, Tel. 03731 39-3537