Universität trauert um ehemaligen Rektor Horst Gerhardt

Horst Gerhardt bei der Verleihung der Ehrensenatorwürde 2010
Am 13. Mai dieses Jahres verstarb Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Horst Gerhardt im Alter von 86 Jahren. Als Rektor der TU Bergakademie Freiberg gestaltete er zwischen 1988 und 1991 den gesellschaftlichen und politischen Wandel an der Universität mit.

In seinem Amt trug der 1935 geborene Bergbauingenieur entscheidend dazu bei, die Universität in der deutschen Hochschul- und Forschungslandschaft neu zu platzieren. So wurde sie im November 1990 als erste Hochschule in den neuen Bundesländern Mitglied der Hochschulrektorenkonferenz. Es folgten dank des Engagements von Prof. Horst Gerhardt die Aufnahmen in die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Darüber hinaus wurde unter der Leitung des Rektors der ereignisreichen Wendezeit die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften neu gegründet.

ehemaliger Rektor Prof. Horst GerhardtAls einer der ersten Professoren neuen Rechts wurde Prof. Horst Gerhardt durch eine gesamtdeutsche Berufungskommission am 1. Oktober 1992 in Freiberg neu auf den Lehrstuhl berufen, den er seit 1980 innehatte. Bis 2000 lehrte und forschte er erfolgreich am inzwischen neu gegründeten Institut für Bergbau und Spezialtiefbau der TU Bergakademie Freiberg. Im Oktober 2010 erhielt der ehemalige Rektor für seine besonderen Verdienste um die Entwicklung der TU Bergakademie Freiberg die Würde des Ehrensenators.

Nicht nur in der deutschen und internationalen Rohstoffindustrie wurden seine fachlichen Leistungen stets hoch geschätzt; bereits in den 1980iger Jahren hatte er über die Societät der Bergbauprofessoren engen persönlichen Kontakt zu seinen Kolleginnen und Kollegen weltweit aufbauen können, und dieses Netzwerk und den wissenschaftlichen Austausch auch lange nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben intensiv gepflegt. Neben seiner fachlichen Kompetenz war Prof. Horst Gerhardt allen, die mit ihm zusammenarbeiteten, insbesondere auch durch seine menschliche Art und die korrekte und zielgerichtete Kooperation stets ein Vorbild.