Ultra dünn, belastbar und praxistauglich – TU Bergakademie Freiberg erhält neues Stahlpatent

Zwei Stahlrohre im Vergleich
Teile aus Stahlguss mit einer Wandstärke von nur einem Millimeter ohne Materialverlust und mechanischer Nacharbeit herzustellen, war bis vor wenigen Jahren nur schwer möglich. Mit einem neuen patentierten Verfahren der Technischen Universität Bergakademie Freiberg ist das ab sofort machbar.

Der im Rahmen des Sonderforschungsbereiches (SFB) 799 „TRIP-Matrix-Composite“ entwickelte, nichtrostende Stahl zeichnet sich durch eine besondere Legierung und ein innovatives Herstellungsverfahren aus. Die Stahlgussrohre sind stark gewichtsreduziert und halten gleichzeitig höhere Belastungen aus, was sie vor allem für eine Anwendung im Leichtbau prädestiniert. Zudem verschleißen sie langsamer und halten korrosiven Beanspruchungen stand, weshalb sie als Rohre oder Rohrverbinder (Fittings) besonders geeignet sind.

Gerade für die Industrie ist solch ein Werkstoff und das dazugehörige Herstellungsverfahren von großem Interesse. Das im Sommer 2015 angemeldete Patent (DE 10 2015 210 313) wurde Ende August vom Deutschen Patent- und Markenamt erteilt.

Erforscht hat es Prof. Dr. Andreas Weiß. Der Erfinder ist offen für weitere Anwender. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei der Zentralen Transferstelle.

Ansprechpartner: 
Stephan Meschke, Telefon: +49 3731 39-2209