Über 70.000 Euro für besseres Chemie-Studium beim 37. Clemens-Winkler-Kolloquium gestiftet

Freudiges Ereignis für die Fakultät für Chemie und Physik der TU Bergakademie Freiberg gleich zum Auftakt des 37. Clemens-Winkler-Kolloquiums: Der Fonds der Chemischen Industrie des Verbands der Chemischen Industrie stiftete 72.500 Euro an das Institut für Physikalische Chemie. Damit will das Institut neue Geräte für Praktika anschaffen und somit die Lehre in den Chemie-Studiengängen verbessern. Bei dem traditionsreichen Kolloquium sprachen hiesige und eingeladene Wissenschaftler zum Thema „Rohstoffe – Strategische Metalle“. Daneben wurde zum vierten Mal der Ferdinand-Reich-Preis an einen Studenten für seine hervorragenden Leistungen vergeben.
Den symbolischen Scheck über den Förderbetrag von 72.500 Euro übergab zu Beginn des Kolloquiums Dr. Paul Kriegelsteiner vom Landesverband Nordost des Verbandes der Chemischen Industrie an Prof. Florian Mertens vom Institut für Physikalische Chemie. Die Mittel stammen aus einer Sondermaßnahme des Fonds der Chemischen Industrie in Höhe von 1,1 Millionen Euro. Mit diesen Mitteln soll die Lehre in den universitären Chemie-Studiengängen verbessert werden. Im Fokus steht dabei in erster Linie die Modernisierung der Geräteausstattung in den Praktika. Dies ist auch an der Fakultät für Chemie und Physik der TU Bergakademie geplant. „Insbesondere unsere laborpraktische Ausbildung haben wir im Hinblick auf die Anforderungen der modernen chemischen Industrie kritisch geprüft“, so die Praktikumsleiterin Dr. Regina Hüttl vom Institut für Physikalische Chemie. „Dabei galt es jedoch, eine Brücke zwischen der Vermittlung eines grundlegenden chemischen bzw. physikalisch-chemischen Verständnisses und der Durchführung von Praktika an modernen Geräten, die dem Stand der akademischen Forschung und der industriellen Praxis entsprechen, zu schlagen“, führt Prof. Mertens weiter aus. „Mit den gewährten finanziellen Mitteln können wir nun das Modul Experimentelle Physikalische Chemie im Bachelorstudiengang Chemie modernisieren und unseren Studenten noch bessere Studienbedingungen bieten“.

An der Ausschreibung zum Förderpreis des Verbandes der Chemischen Industrie hatten sich bundesweit 33 chemische Fachbereiche verschiedener Universitäten beteiligt. 13 erhielten den Zuschlag, darunter auch die Fakultät für Chemie und Physik der TU Bergakademie Freiberg. Der Fonds der Chemischen Industrie wurde 1950 gegründet und ist das Förderwerk des Verbandes der Chemischen Industrie. Er unterstützt mit über 13 Millionen Euro jährlich die Grundlagenforschung, den wissenschaftlichen Nachwuchs und den Chemieunterricht an Schulen.

Eine weitere Auszeichnung ergänzte das Kolloquium: Zum vierten Mal wurde der Ferdinand-Reich-Preis vergeben – eine Auszeichnung der TU Bergakademie Freiberg für hervorragende Studienleistungen und gesellschaftliches Engagement. In diesem Jahr erhielt ihn der Chemiker Sebastian Bette. Sowohl seine Bachelor- als auch seine Masterarbeit schloss er mit dem Prädikat „sehr gut“ ab. Die Ergebnisse der Bachelorarbeit wurden bereits in zwei wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht.

Unter den drei Vortragenden des Kolloquiums war auch der gerade erst im September neu an die Bergakademie berufene Prof. Gero Frisch. Er hielt hier seine Antrittsvorlesung zum Thema „Ionometallurgie: eine neue Methode zu Verarbeitung und Recycling von Rohstoffen?“. Daneben konnten weitere hochkarätige Wissenschaftler als Referenten gewonnen werden, so Prof. Werner Uhl von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Dr. habil. Detlef Klimm vom Leibniz-Institut für Kristallzüchtung Berlin.

Ansprechpartner: 
Dr. Regina Hüttl