TU-Wissenschaftler für bauma Innovationspreis 2019 nominiert

Zwei Männer und eine Frau mit Helmen vor einem Fließband mit Steinen
„Conti-E-Impulszerkleinerung“ heißt das Verfahren, mit dem das Institut für Aufbereitungsmaschinen der TU Bergakademie Freiberg für den diesjährigen bauma Innovationspreis in der Kategorie „Wissenschaft/Forschung“ nominiert wurde.

Prof. Dr. Holger Lieberwirth und Margarita Mezzetti vom Institut für Aufbereitungsmaschinen haben die energieeffizientere Technologie für Zerkleinerungsprozesse entwickelt. Dabei wird vor der mechanischen Zerkleinerung das Material mit Hochspannungsimpulsen beschossen und geschwächt. Somit kann es unter anderem mit geringerem Energieaufwand zerkleinert werden.

Erste Ergebnisse konnten die Wissenschaftler bereits bei der Aufbereitung von Kupfererz im Labormaßstab festhalten. Mit dem Verfahren wurden dabei Energieeinsparungen von bis zu 46 Prozent nachgewiesen. Weitere Vorteile gegenüber den bisher eingesetzten rein mechanischen Zerkleinerungsverfahren sind zudem ein höheres Wertstoffausbringen, eine bessere Konzentratqualität sowie erheblich reduzierte Staubemissionen.

Das innovative System zur Aufbereitung primärer als auch sekundärer Roh- und Baustoffe soll nun in den industriellen Maßstab überführt werden.

Die Entwicklung wird von einem Wissenschaftlerteam der TU Bergakademie Freiberg und der TU Dresden sowie den mittelständischen Unternehmen HAVER ENGINEERING GmbH, G.E.O.S. Ingenieurgesellschaft mbH und Thomas Werner Industrielle Elektronik e.Kfm. vorangetrieben.

Die Gewinner der bauma Innovationspreise 2019 werden am Vorabend der bauma, die vom 8. bis 15. April auf dem Messegelände in München stattfindet, bekanntgegeben.

Eine anschauliche Simulation der Hochspannungsimpulszerkleinerung liefert das folgende Video:

Ansprechpartner: 
Prof. Dr.-Ing. Holger Lieberwirth, Tel.: +49 3731 39-2558