TU Freiberg hat erste Studenten in der Mongolei ausgebildet

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Die ersten zwölf Studenten der Deutsch-Mongolischen Hochschule für Ressourcen und Technologie haben im Juni ihren Bachelorabschluss erhalten. An der Kooperation ist die TU Bergakademie Freiberg, die seit 1976 mongolische Studenten ausbildet, maßgeblich beteiligt.

Die Studenten hatten ein vierjähriges Studium in den Studiengängen Umweltengineering, Maschinenbau bzw. Rohstoff-Aufbereitung absolviert. Im Rahmen der deutsch-mongolischen Rohstoffpartnerschaft wurde 2011 von beiden Seiten begonnen, die Deutsch-Mongolischen Hochschule für Ressourcen und Technologie, kurz GMIT aufzubauen. Die mongolische Seite stellte den Campus in der Nähe von Ulan Bator, die deutsche Seite entwickelte die Studienpläne und unterstütze finanziell z.B. mit Laborgerät, Bibliotheksausstattung, Dozenten und Stipendien. 2013 konnten die ersten Studenten im Vorbereitungskurs an der GMIT eingeschrieben werden. Nun, fünf Jahre später, haben zwölf Studierende am 21. Juni 2018 ihre Bachelorurkunden überreicht bekommen. Zur Festveranstaltung waren u.a. der Botschafter in der Mongolei, Stefan Duppel, und die mongolische Bildungsministerin, Tzogzolmaa Tsedenbal, anwesend. Die TU Bergakademie Freiberg war neben anderen Partnern mit einer Delegation angereist, die seit fünf Jahren den Aufbau der GMIT im Auftrag des Deutschen Akademischen Austauschdienstes unterstützt. Die Direktorin des Internationalen Universitätszentrums, Katja Polanski, Projektleiter Prof. Carsten Drebenstedt und Professor Jürgen Bast gratulierten den Absolventen zum erfolgreichen Studienabschluss und der Hochschule zum fünfjährigen Bestehen.

„Es ist ein besonders schöner Moment, die Verabschiedung der ersten Studenten mit zu erleben und zu sehen, wie der Aufbau der Hochschule und die Formierung der Einzigartigkeit und des Selbstverständnisses Gestalt annehmen“ freut sich Bergbauprofessor Carsten Drebenstedt, der die Studenten aus seinen Lehrveranstaltungen an der GMIT kennt und deren Entwicklung verfolgt hat. Die Vertreter der mongolischen Wirtschaft lobten die Fähigkeiten und das Wissen der Studenten, die sie während der Praktika und Bachelorarbeiten nachweisen konnten.

Schon Anfang Juli kommen Studenten der GMIT im Rahmen einer Sommerschule wieder nach Deutschland und Freiberg. Der Aufbau der GMIT wird fortgesetzt. Zu den genannten sind mit dem Bachelor Wirtschaftsingenieur und dem Master „International Management of Resources and Environment“ weitere Studiengänge hinzu gekommen. Die Ausbildung an der GMIT erfolgt in englischer Sprache.“

Die Mongolei verfügt über eines der weltweit größten Rohstoffvorkommen, besonders bei Kohle, Kupfer, Gold, Fluorspar und Wolfram. Eine Wertschöpfung im Land, auf Basis der vorhandenen Rohstoffe, findet jedoch nur begrenzt statt. Ein zentrales Hindernis ist der eklatante Mangel an hochqualifizierten technischen Fach- und Führungskräften.

Weitere Informationen: http://gmit.edu.mn

Ansprechpartner: 
Prof. Carsten Drebenstedt, Telefon 03731/39-3373