TU Freiberg geht aktiv gegen Ingenieurmangel vor

Ein junger Mann mit Helm und Brille vor dem Bildschirm einer Anlage
Der Ingenieurmangel stellt deutschlandweit eines der größten Probleme der Industrie dar. Um der Entwicklung entgegenzuwirken, müssen vor allem in der Ausbildung neue Wege beschritten werden. Wie das geht, diskutieren acht Universitäten des Fakultätentags FTMV am 5. Juni an der TU Freiberg.

Mit der fortschreitenden Digitalisierung in der Industrie 4.0 und dem Umbruch zur Elektromobilität in der Fahrzeugindustrie steigt der Bedarf an gut qualifizierten Ingenieuren immer weiter. Die Zahl der Studienabsolventen geht jedoch immer weiter zurück. Das gilt zunehmend auch für Sachsen. Hier setzt die Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik der TU Bergakademie Freiberg an.

„Wir wollen den Studienerfolg unserer Studenten steigern und die ausgezeichnete Qualifikation deutscher Ingenieurabsolventen sicherstellen. Dafür müssen wir vor allem die Motivation der Studierenden erhöhen. Dazu gehören neben einem verbesserten Praxis- und Forschungsbezug auch spezielle Vorbereitungskurse für den Studienbeginn zum Sommersemester. In diesen können die Studierenden ihr Wissen aus dem Schulbereich noch einmal auffrischen oder sich fehlende Grundkenntnisse aneignen. Das betrifft besonders die Mathematik, Physik und Chemie“, erklärt Prof. Kröger, Studiendekan Maschinenbau an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg.

Auch Konzepte des individuellen Studierens könnten den Studienerfolg langfristig verbessern, da es Studierenden mit Kind beispielsweise ermöglicht, Studium und Familie besser miteinander zu vereinen oder die für Studierende notwendige Nebentätigkeit zur Studienfinanzierung zulässt.

Um erfolgreiche Maßnahmen weiter zu geben und neue Anregungen zu bekommen, veranstaltet der Fakultätentag für Maschinenbau und Verfahrenstechnik (FTMV) am 5. Juni einen Workshop im Senatssaal der TU Bergakademie Freiberg. Auf diesem berichten Vertreter der Universitäten aus Dortmund, Dresden, Darmstadt, Hamburg, Stuttgart, Hannover, Graz und Freiberg über ihre Erfahrungen und diskutieren über neue Wege in der Ingenieurausbildung.

„Ich bin gespannt auf die Vorstellung der Maßnahmen meiner Kollegen und möchte alle animieren an dem Workshop teilzunehmen, die sich mit der Ingenieurausbildung beschäftigen“, so Prof. Kröger. Die Anmeldung zur kostenfreien Teilnahme erfolgt über Carmen Sachse (Tel.: 03731 39-3682 oder per E-Mail: carmen [dot] sachseatimkf [dot] tu-freiberg [dot] de).

Ansprechpartner: 
Prof. Dr. Matthias Kröger, Tel.: 03731/39-2997