TU Bergakademie Freiberg will Nuss-Aufbereitung in Exportländern nachhaltig verbessern

Macadamianüsse und Nusskerne
Kenia ist eines der wichtigsten Exportländer für Macadamianüsse. Die Verarbeitung erfolgt meist noch in mühevoller Handarbeit. Eine neue Nuss-Aufbereitungsmaschine der TU Freiberg soll künftig die kompletten Arbeitsschritte vom Trocknen und Sortieren bis hin zum bruchfreien Knacken übernehmen.

Viele Kleinbauern und kleinere industrielle Betriebe in Afrika leben von der Nussverarbeitung und dem Export der „Königin der Nüsse“ ins Ausland. Bevor die Macadamianüsse aber als Kerne in den Verkauf gehen, müssen sie aufwändig verarbeitet werden. Dazu gehört unter anderem das Trocknen von mindestens einer Woche, das Sieben nach Größe und schließlich das Knacken und Trennen. Arbeitsschritten, die in Nussverarbeitungsbetrieben oder von Kleinbauern nicht optimal gelöst sind und zu viel Ausschuss und schlechter Ressourceneffizienz führen.

Die bereits patentierte Nussknackmaschine mit einer gespaltenen Macadamianuss.Um die gesamte Verarbeitung der Nüsse ökologischer, ökonomischer und auch hygienischer zu machen, arbeitet Prof. Kröger von der TU Bergakademie Freiberg gemeinsam mit dem Deutsch-Kenianischen Zentrum für Rohstoffforschung (CEMEREM) an der Taita Taveta University in Voi an einer innovativen Nuss-Aufbereitungsmaschine. Die geplante Anlage ist eine Weiterentwicklung der bereits 2018 patentierten Nussknackmaschine des Freiberger Professors. Diese  knackt selbst die härtesten Macadamianüsse ohne Bruch des Kerns.

„Die neue Aufbereitungsanlage übernimmt künftig die kompletten Arbeitsschritte von der Trocknung über die Größensortierung bis hin zum Brechen. Das ermöglicht die ressourceneffiziente Optimierung des gesamten Verarbeitungsprozesses. So können industrielle Nussverarbeiter bis zu 15.000 Kilogramm Nüsse am Tag und Kleinbauern bis zu einem Kilogramm Nüsse in der Stunde schnell und in hoher Qualität knacken“, erklärt Prof. Kröger.

Bis nächstes Jahr sollen erste Prototypen für die erweitere Nuss-Aufbereitungsmaschine entstehen.

Ansprechpartner: 
Prof. Dr.-Ing. Matthias Kröger, Tel: +49 (0)3731 39-2997; E-Mail: Kroeger@imkf.tu-freiberg.de