TU Bergakademie Freiberg trauert um Prof. Dr. habil. Edwin Weber

Nachruf: Die Technische Universität Bergakademie Freiberg trauert um Prof. Dr. habil. Edwin Weber, der am 12. Februar 2020 im Alter von 73 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit verstarb.

Edwin Weber wurde am 2. August 1946 in Mönchröden/Coburg geboren. Nach seinem Abitur studierte er Chemie an der Bayrischen Julius-Maximilians-Universität zu Würzburg. Diplom- und Promotionsarbeit absolvierte er unter der Leitung von Prof. Dr. Fritz Vögtle am Organisch-Chemischen Institut in Würzburg sowie am Institut für Organische Chemie und Biochemie der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn. 1979 promovierte er dort mit einer Arbeit zum Thema „Entwurf und Synthese neuartiger Kronenätherligand-Systeme und ihrer Komplexe mit Alkali- und Übergangsmetallionen“. Unterbrochen von einem Forschungsaufenthalt bei Prof. Dr. Barry M. Trost, University of Wisconsin, USA, bei dem er sich dem Thema „chirale Katalyse“ widmete, war E. Weber von 1976-1984 als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bonn tätig, an der er sich 1984 mit einer Arbeit auf dem Gebiet der „Supramolekularen Chemie“ habilitierte. In der Folgezeit war er bis 1992 als Privatdozent, als Professor auf Zeit sowie als außerplanmäßiger Professor an der Universität Bonn tätig und nahm danach eine Lehrstuhlvertretung (C4) am Institut für Organische Chemie und Biochemie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel für ein Jahr wahr.

1993 nahm E. Weber den Ruf an die Technische Universität Bergakademie Freiberg an.Prof. Edwin Weber Als Lehrstuhlinhaber für Organische Chemie hat er hier sowohl die Studentenausbildung als auch die Forschung über viele Jahre nachhaltig geprägt und sich insbesondere um die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses verdient gemacht. Sein Wirken trug maßgeblich zur wissenschaftlichen Anerkennung unserer Universität bei und ihm gelang mit engagiertem Einsatz die erfolgreiche Neuausrichtung des Institutes in der Nachwendezeit. Auch nach seiner Emeritierung im Jahre 2011 baute er seine wissenschaftliche Reputation noch weiter aus und erreichte bis zuletzt mit über fünfhundert referierten Publikationen zu den Themen Supramolekulare Chemie, Crystal Engineering und chemische Sensorik ein selbstgesetztes Ziel.

Mit ihm verliert die Technische Universität Freiberg einen menschlich und fachlich hochgeschätzten Kollegen, dessen Andenken wir stets zu Ehren halten werden.