TU Bergakademie Freiberg nimmt an 12. Deutsch-Russischer Rohstoff-Konferenz in St. Petersburg teil

Blick in das voll besetzte Deutsch-Russische Rohstoff-Forum
Kreislaufwirtschaft, Klimaschutz und Nachhaltigkeit stehen im Fokus der diesjährigen Konferenz, bei der sich hochrangige Vertreter Deutschlands und Russlands vom 27. Bis zum 29. November gemeinsam austauschen. Auch die TU Freiberg bringt sich als Konferenzpartner bei den Zukunftsthemen ein.

Ziel des dreitägigen Zusammentreffens an der Staatlichen Bergbau-Universität ist es, dass Wissenschaftler/innen und Unternehmen/innen aus beiden Ländern auf den Gebieten der Abfallreform und dem Aufbau einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft künftig stärker zusammenzuarbeiten, um damit perspektivisch gemeinsam den Klimaschutz zu stärken. 

Zu den mehr als 500 teilnehmenden deutschen und russischen Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zählen auch Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sowie der stellvertretende russische Premierminister Alexey Gordejev. Daneben werden Valentina Matwijenko, Vorsitzende des russischen Föderationsrats, Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff, Russlands stellvertretender Energieminister Anatoly Janowski, Deutschlands früherer Bundesumweltminister Klaus Töpfer und Wassilij Osmakov, stellvertretender Minister für Industrie und Handel Russlands, erwartet. Von Seiten der TU Bergakademie Freiberg nehmen neben Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht auch eine Reihe an Professoren teil. Diese leiten unter anderem maßgeblich die AGs zu den Themen „Beste Verfügbare Techniken und Rekultivierung im Bergbau“, „Digitalisierung“, „Wasserstoff / neue Gase“ und „Kreislaufwirtschaft“ zum intensiven fachlichen Austausch. 

„Die Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz steht vorbildlich für den offenen Dialog zwischen Vertretern beider Länder auf politischer, wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Ebene. Es handelt sich um eine wertvolle Plattform, die selbst in schwierigen Zeiten den bilateralen und teilweise kontroversen Austausch ermöglicht und damit zur Zusammenarbeit beigetragen hat. Das ging einher mit positiven Impulsen sowohl für die wirtschaftliche Entwicklung als auch für die Bewältigung ökologischer Herausforderungen“, sagt Klaus Töpfer als deutscher Schirmherr des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums, das die Konferenz jährlich organisiert. „Umso mehr freuen wir uns, dass wir erneut zahlreiche und hochkarätige Gäste begrüßen dürfen. Das sind sehr gute Voraussetzungen, um auch schwierige Themen sachlich zu diskutieren und entsprechende Lösungen zu finden.“ 

Die Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz, die seit 2007 an wechselnden Austragungsorten in Deutschland und Russland stattfindet, gilt als wichtige Dialogplattform, um Fachthemen der Energie- und Rohstoffwirtschaft zu diskutieren und bilaterale Kooperationsprojekte auf wissenschaftlicher, ökonomischer, ökologischer, Ebene anzustoßen. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch Deutsch-Russische Rohstoff-Forum, welches 2006 von der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und der Staatlichen Bergbau-Universität St. Petersburg gegründet wurde.

Zu den weiteren inhaltlichen Schwerpunkten zählen der Aufbau und die Vertiefung einer deutsch-russischen Nachhaltigkeitskooperation, die klimafreundliche Transformation der Energiesysteme, die Einführung Bester Verfügbarer Techniken für mehr Umweltschutz im Bergbau oder die Digitalisierung der Rohstoffwirtschaft. Nach der Premiere eines deutsch-russischen Nachwuchswissenschaftler-Kolloquiums im Vorjahr findet im Rahmen der Konferenz in diesem Jahr erstmals ein ganztägiges Treffen von Nachwuchswissenschaftlern statt, bei dem relevante Forschungsthemen vorgestellt  werden. Darüber hinaus werden drei junge russische Wissenschaftler mit dem Preis der saarländischen Stahlindustrie für ihre herausragenden Leistungen geehrt.

Weitere Informationen unter: 

https://www.rohstoff-forum.org/wp-content/uploads/sites/2/2019/08/drrf_flyer_web2.pdf

https://www.rohstoff-forum.org/