TU Bergakademie Freiberg leiht Kunstwerk an Leipziger Tagebaupark aus

Übergabe des Strohbildnisses durch Kustos Andreas Benz
Das historische Kunstwerk des Braunkohletagebaus Espenhain erhielt die TU Bergakademie Freiberg zu ihrem 200jährigen Jubiläum im Jahr 1965 vom damaligen VEB Kombinat Espenhain geschenkt. Der Sohn der Künstlerin entdeckte es bei einem Besuch in Freiberg wieder.

Das emotionale Wiedersehen im Depot der Kustodie der TU Bergakademie Freiberg gab es vor einigen Monaten: Roland Reißig nahm ein Kunstwerk in Augenschein, welches er vor mehr als 50 Jahren als Jugendlicher schon einmal gesehen hatte, damals in den Händen seiner Mutter. 

Die aus dem Erzgebirge stammende Frau fertigte damals in mühsamer Feinarbeit ein Strohbild. Zu sehen ist der Arbeitszyklus einer Tagebaugroßanlage des Braunkohletagebaus Espenhain. Bei einem gemeinsamen Besuch mit dem Leiter des Bergbau-Technik-Park e.V. Großpösna, Gerald Riedel, konnte Roland Reißig das nahezu unbeschädigte Wandbild erstmals wieder bestaunen.

Dieses wird nun an den Bergbau-Technik-Park e.V. Großpösna im Leipziger Neuseeland verliehen, der interessierten Besuchern die Hinterlassenschaften des Espenhainer Tagebaus präsentiert. „Neben Forschung und Lehre, dem Kern universitärer Sammlungen, ist es unser drittes Ziel, die Objekte einer möglichst breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, erläutert Kustos Andreas Benz. Vereinschef Gerald Riedel freut sich zugleich darüber, dass die Dauerausstellung des Tagebauparks künftig mit einem authentischen Kunstwerk bereichert wird. Und Roland Reißig ist glücklich, ein wichtiges Stück seiner Familiengeschichte wieder in der Nähe zu wissen.

Ansprechpartner: 
Dr. phil. Andreas Benz, Tel.: +49 3731/39-3476