TU Bergakademie Freiberg integriert erstmals Feuerwehrmänner im Rettungswesen unter Tage

Gruppenbild mit den Feuerwehr-Männern
Fünf Freiberger Feuerwehrmänner erhielten am 7. Dezember von der TU Bergakademie Freiberg ihre Zeugnisse für die bestandene Ausbildung zum Wehrmann. Grundlage für die deutschlandweit einzigartige Kooperation ist die enge Zusammenarbeit mit der Stadt Freiberg und dem Freiberger Kreiskrankenhaus.

Damit ist den Partnern ein wichtiger Schritt zum Aufbau einer schlagkräftigen Grubenwehr gelungen. Die Grubenwehr ist ein unverzichtbarer Bestandteil eines Bergwerkes. Im Ernstfall muss sie Menschen unter Tage retten oder nach Unglücken die Grube sichern.

Umstrukturierungen stellen das Grubenrettungswesen in Mittelsachsen jedoch vor große Herausforderungen. Große Betriebe wie die Wismut GmbH werden nach Fertigstellung ihrer Sanierungsarbeiten in Sachsen ihre leistungs- und mannstarken Grubenwehren langfristig reduzieren müssen. Damit muss auch das Grubenrettungswesen in Freiberg neu organisiert werden.

„Mit dem Wissen der Freiberger Feuerwehr und unserer bergmännischen Expertise können wir die Qualität des Rettungswesens unter Tage auf eine neue Ebene heben und uns personell erheblich verstärken“, erklärt Prof. Helmut Mischo, Wissenschaftlicher Direktor des Forschungs- und Lehrbergwerkes.

Die Feuerwehrmänner bei der Abschlussprüfung im Forschungs- und LehrbergwerkAlle fünf Anwärter haben den Grundlehrgang neben Ihrem normalen Dienst bei der hauptamtlichen Feuerwehr Freiberg absolviert. Für die erfolgreiche Teilnahme mussten sie gemäß den Leitlinien des deutschen Ausschusses für das Grubenrettungswesen insgesamt 12 Stunden Theorie und eine praktische Abschlussübung unter Tage absolvieren. Zwei der fünf Wehrmänner ließen sich zusätzlich zum Gerätewart ausbilden. Diese überprüfen die Ausrüstung der Grubenwehr wie beispielsweise die Atemschutzgeräte auf ihre Funktionsfähigkeit und Hygienestandards.

„Die umfassende Ausbildung unserer Anwärter wäre ohne die tatkräftige Unterstützung der Wismut GmbH, der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie sowie des Sächsischen Oberbergamtes in Freiberg nicht möglich“, ergänzte Frank Reuter, Oberführer der Grubenwehr des Forschungs- und Lehrbergwerkes.