Trauer um verstorbenen Nobelpreisträger und TU-Ehrendoktor Prof. Günter Blobel

Archivbild © TU Bergakademie Freiberg
Am Montag ereilte uns die traurige Nachricht, dass der deutschstämmige Medizin-Nobelpreisträger von 1999 und der Ehrendoktor der TU Bergakademie Freiberg am 18. Februar in New York verstorben ist.

Der exzellente Wissenschaftler leistete einen wichtigen Beitrag auf dem Gebiet der Zell- und Molekularbiologie. Für seine wissenschaftlichen Leistungen und sein großes persönliches Engagement für seine Heimatstadt Freiberg und die dazugehörige TU Bergakademie wurde Prof. Günter Blobel 2001 mit der Ehrendoktorwürde der Universität und 2002 mit der Ehrenbürgerschaft der Stadt ausgezeichnet.

„Als herausragender Wissenschaftler setzte er nicht nur in der Forschung Akzente. Er war unserer Universität ein treuer Freund und hilfsbereiter Mentor“, erklärt Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht. Mit seinem Wirken und seiner hohen internationalen Anerkennung habe er auch dazu beigetragen, Freiberg als Wissenschaftsstandort bekannter zu machen.

Günter Blobel wurde 1936 in Waltersdorf (Schlesien) geboren. Nach Kriegsbeginn floh er mit seiner Familie und verbrachte die Schulzeit in Freiberg. 1954 schloss er dort sein Abitur am Geschwister-Scholl-Gymnasium ab. Aufgrund der begrenzten Studienmöglichkeiten in der DDR, setzte er sich später in den Westen ab. Seit 1969 lehrte er an der Rockefeller University in New York. Nach der Wende verwirklichte er seinen Wunsch, beim Wiederaufbau Dresdens mitzuwirken und gründete den Verein "Friends of Dresden", die unter anderem den Wiederaufbau der Frauenkirche mitgefördert hat.

Wir werden sein Andenken und sein Vermächtnis stets in Ehren halten.

Das Rektorat der TU Bergakademie Freiberg