Tag der offenen Tür lockte 1500 Besucher an

Über 1500 Schüler und Studenten kamen gestern zum Tag der offenen Tür auf den Campus der TU Bergakademie Freiberg, um sich über die Themen Studium und Beruf zu informieren. Schon um 9 Uhr begann der Ansturm der Besucher auf die Info-Tische in der Mensa.

Unter den ersten Besuchern war auch Susanne Paskoff aus Zwickau. Die Gymnasiastin reiste so pünktlich an, um das vielfältige Angebot voll ausschöpfen zu können. Aus dem Internet hatte sie sich das Programm ausgedruckt und mit rotem Textmarker genau angestrichen, welche Vorträgen und Führungen sie besuchen möchte. Besonders interessierte sie dabei die Angebote der Geowissenschaften. „Ursprüngliche wollte ich Geologie studieren. Doch dann hat mir eine Bekannte das Geoökologie-Studium in Freiberg empfohlen. Das klingt sehr spannend und bietet eine bessere Zukunftschance.“
Gelegenheit, einen genaueren Einblick in die gewünschte Studienrichtung zu erhalten, bot der Tag der offenen Tür reichlich. Die verschiedenen Studiengänge stellten sich in Führungen, Vorträge und Schnuppervisiten vor. Die Schüler lernten dabei auch schon gleich die Hochschullehrer kennen und konnten selber tätig werden, beispielsweise beim Anfertigen von Bildern ihres Heimatortes per Satellit.
Neben den Studieninformationen entpuppte sich auch dieses Jahr wieder die Firmenkontaktbörse als Publikumsmagnet. 35 Unternehmen aus ganz Deutschland waren mit Informationsständen vertreten, um Fragen zum Berufseinstieg zu beantworten, Praktikumsplätze zu vermitteln und Themen für Diplomarbeiten abzusprechen. Eine Angebot, dass auch Olaf Ulbrich nach Freiberg lockte. Der Schüler aus Oschatz besuchte schon zum zweiten Mal den Tag der offenen Tür an der Freiberger Universität. „Letztes Mal habe ich mich besonders über den Studiengang Maschinenbau informiert. Dieses Jahr möchte ich mir hauptsächlich die Firmen angucken. Ich will meine Studienwahl auch davon abhängig machen, wo die interessantesten Berufsfelder sind.“
Gerade die große Nachfrage der Schüler und Studenten ist es, die viele Firmen seit Jahren zum Tag der offenen Tür nach Freiberg zieht, wie die ThyssenKrupp Fördertechnik aus dem nordrhein-westfälischen Ennigerloh. „Wir kommen nicht nur wegen der engen Forschungskontakte nach Freiberg. Die Messe bietet uns eine der wenigen Möglichkeiten, Kontakt zu hervorragend qualifizierten Studenten zu knüpfen. In den letzten Jahr haben wir hier schon einige gute Mitarbeiter finden können“, erklärt Jan Holländer, Mitarbeiter im Unternehmensbereich Forschung und Entwicklung bei ThyssenKrupp. Zur Zeit suchte das Unternehmen gezielt nach Absolventen aus dem Bereich Maschinenbau. Um die vielen Fragen zu Berufseinstieg und Karriereplanung beantworten zu können, boten Unternehmen und Personalberater ein umfangreiches Vortragsprogramm an. Dicht gedrängt saßen die Zuhörer beispielsweise bei Constanze von Meding, Leiterin des Change-Managements im Bereich Personalwesen bei Vattenfall EUROPE Generation. Sie erklärte den besten Weg vom Schüler zur Führungskraft.
Dass die sachsenweit einmalige Mischung aus Tag der offenen Tür und Firmenkontaktbörse auch diesmal wieder aufging, zeigten die ununterbrochenen Besucherströme. „Wir hatten noch nie den ganzen Tag über so viele Besucher. Wir sind mehr als zufrieden“, freut sich die Personalleiterin Sybille Marx der Walzengiesserei Coswig. Zu der Zufriedenheit trugen auch die Paten bei, die erstmals am Tag der offenen Tür den Firmen zur Seite standen. Mit ihren gelben T-Shirts waren die Studenten kaum zu übersehen, die jeweils eine Firma vom Tag der Anreise bis zum Abbau betreuten. Für die Geologie-Studentin Stefanie Weise ein tolle Erfahrung. „Als Patin kommt man ganz nah an die Firmen ran und guckt ein bisschen hinter die Organisation. Dabei habe ich auch schon Kontakt geknüpft, die mir bei der Praktikumssuche sicher helfen.“ Und nächstes Jahr, wenn die TU Freiberg wieder ihre Türen für Schüler, Studenten und Firmen öffnet, möchte sie wieder als Patin dabei sein.

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Dr. Sabine Schellbach