Symposium zu Trends in der Transmissionselektronenmikroskopie

Teilnehmer des Symposiums zu Trends in ...
Mit einem wissenschaftlichen Symposium wird die offizielle Einweihung des neuen Transmissionselektronenmikroskops (TEM) an der TU Bergakademie Freiberg am 10. und 11. März 2011 begleitet. Zum Thema "Neue Trends in der Transmissionselektronenmikroskopie" stellen rund 100 namhafte Wissenschaftler aus ganz Europa in elf Plenarvorträgen ihre Erkenntnisse vor und ergänzen sie durch praxisnahe Anwendungsbeispiele. Dabei stehen in Freiberg Fragen im Mittelpunkt, die sich mit der höchsten erzielbaren Ortsauflösung und der Abbildung atomarer Strukturen beschäftigen.

„Denn genau zu diesen Schwerpunkten forschen wir an unserem neuen Transmissionselektronenmikroskop (TEM), das von der Firma JEOL am 7. September 2010 zugeschnitten auf unsere Erfordernisse angeliefert wurde“, berichtet Dr. Uwe Mühle, Leiter des Kompetenzzentrums Werkstoffcharakterisierung. "Es handelt sich beim TEM um die größte Einzelinvestition mit einem Wert von 2,6 Millionen Euro im Spitzentechnologiecluster 'Funktionales Strukturdesign neuer Hochleistungswerkstoffe durch Atomares Design und Defekt-Engineering (ADDE)'. Damit können neben der Abbildung mit atomarer Auflösung auch Erkenntnisse über die Elementzusammensetzung und über chemische Bindungsverhältnisse in Bereich weniger Atomlagen gewonnen werden." Nach dem Aufbau des Gerätes erfolgte am 26. November 2010 die funktionelle Abnahme. "Wie erwartet, konnten wir noch vor Weihnachten die ersten Aufnahmen ansehen. Es handelte sich dabei um Titankarbonitridpulver, deren Struktur nach reaktiver Behandlung im Heißgasstrom untersucht wurde", so der wissenschaftliche Mitarbeiter von ADDE.

Für die Firma JEOL, die die Weltspitze bei elektronenoptischen Geräten mitbestimmt, ist es das 100. Transmissionselektronenmikroskop mit einer Feldemissionskathode (FEG), das nach Europa geliefert wurde. Mitarbeiter der Firma beteiligen sich auch am Symposium und geben einen Einblick in die Entwicklungsarbeit eines Herstellers elektronenoptischer Systeme.

Foto: Eckardt Mildner.
Teilnehmer des Symposiums zu Trends in der Transmissionselektronenmikroskopie vor dem Tagungsgebäude (v. r. n. l.): Prof. David Rafaja, Sprecher des Spitzentechnologieclusters ADDE und Direktor des Institutes für Werkstoffwissenschaft, Dr. Masaski Iwatsuki, Vizepräsident EOL Ltd. Tokyo, Dr. Nicolle Seifert, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Werkstoffwissenschaft, Dr. Uwe Mühle, Leiter des Kompetenzzentrums Werkstoffcharakterisierung und Dr. Siegfried Falck, Geschäftsführer JOEL.

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Dr. Uwe Mühle