Studium in Freiberg mitgestalten: 3 Fragen an Maximilian Schwabe

Der neue Sprecher des Studierendenrats, Maximilian Schwabe
Mit der Wahl der Fachschaften hat sich im Frühjahr auch die Vertretung der Studierenden neu konstituiert. Maximilian Schwabe ist nun neuer Sprecher des Studierendenrats (StuRa) der TU Bergakademie Freiberg.

Der StuRa nahm vor wenigen Monaten seine Arbeit in neuer Zusammensetzung auf. Wie geht es jetzt voran?

Nach den jährlichen Wahlen der Fachschaftsräte bestimmen die studentischen Vertreterinnen und Vertreter jeder Fachschaft die Mitglieder des neuen StuRa. In diesem Zuge ernennt der StuRa Mitglieder in bestimmte Funktionen. Seit Februar bin ich neuer Sprecher und folge auf Johanna Richter. Neuer Vorsitzender ist Johannes Neidel; für die Referate Hochschulpolitik” und “Kultur und Sport” wurden Fabian Kaulfuß und Oliver Heymer als neue Referatsleiter ernannt. Zu Beginn der Legislaturperiode werden außerdem wieder verstärkt freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den StuRa gesucht. Jeder kann sich mit seinen Stärken und Interessen einbringen und das Studierendenleben in Freiberg mitgestalten, beispielsweise in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsplanung.

Strukturen und Kommunikationswege für die Zusammenarbeit von StuRa und Hochschulleitung sowie in den verschiedenen Gremien und Ausschüssen der Universität sind schon etabliert. Die insgesamt sehr vertrauensvolle Kooperation konnte die Studierendenvertretung auch in Corona-Zeiten weiterführen. Als StuRa treffen wir uns regelmäßig – online oder vor Ort – um anstehende Themen zu besprechen.

Welche Ziele hat der StuRa für das kommende Jahr?

Neben der andauernden Bewältigung der Herausforderungen im Zusammenhang mit der Pandemie haben wir insbesondere zwei Schwerpunkte: Wir setzen uns für mehr Angebote für Studierende in der Stadt Freiberg ein und möchten unsere internationalen Kommilitoninnen und Kommilitonen noch besser ins Studierendenleben einbinden. Unsere Vision ist ein städtisches Kultur- und Veranstaltungsangebot, das die Interessen von Studierenden mitdenkt und die studentischen Bewohnerinnen und Bewohner mit in lokalpolitische Entscheidungen einbezieht. Dafür nehmen wir als StuRa ab sofort beispielsweise an den Freiberger Bürgerdialogen teil. Dieses Diskussionsformat wurde vom Rathaus als Reaktion auf eine zunehmende Spaltung der Gesellschaft im Zuge der Corona-Krise ins Leben gerufen.

Um die Interessen von internationalen Studierenden – und das sind aktuell rund 40 Prozent der Gesamt-Studierenden – besser vertreten zu können, geben wir alle Informationen des StuRa auch auf Englisch heraus. Wir hoffen damit auch diejenigen Studierenden für eine Mitarbeit im StuRa zu begeistern, die aus anderen Ländern zum Studieren nach Freiberg gekommen sind. Außerdem wünschen wir uns, dass die multikulturellen Perspektiven das Zusammenleben an der Universität und in der Stadt noch stärker bereichern. Mit neuen Veranstaltungsformaten, zum Beispiel in Zusammenarbeit mit Senioreneinrichtungen in der Stadt, möchten wir Begegnungen ermöglichen und Austausch anregen.

Welche Impulse fürs Studieren in Freiberg nimmt der StuRa mit aus der Corona-Krise?

Erstens, Planungssicherheit ist essenziell! Im Sinne aller Studierenden wissen wir es sehr zu schätzen, dass die Uni-Leitung in diesem Sommersemester hinsichtlich der Lehre und der Online-Prüfungen frühzeitig und per E-Mail informiert hat. Auch im Hinblick auf das anstehende Wintersemester wünschen wir uns jetzt umfassende Informationen. Viele Studierenden fragen sich: Auf welche Form der Lehre muss ich mich einstellen? Lohnt sich jetzt ein Umzug vom alten Kinderzimmer nach Freiberg?

Zweitens, Präsenz ist essenziell – für alle, aber ganz besonders für Erstsemesterstudierende! Lernen und Motivation für das Studium braucht Austausch. Austausch zwischen Lehrenden und Studierenden, in Lerngruppen und bei Diskussionen am WG-Tisch. Der StuRa begrüßt darum das Impfangebot der Universität als wichtige Maßnahme für mehr persönliche Begegnungen auf dem Campus.

Und drittens, Kreativität ist essenziell! Die Universität hat bewiesen, dass sie auch erfinderisch sein kann. Sowohl der StuRa als auch die Arbeitsgemeinschaften und andere Akteure, wie zum Beispiel der Unisport, haben neue Online-Veranstaltungen umgesetzt und damit dafür gesorgt, dass das Unileben ein Stück weit in den virtuellen Raum getragen werden konnte. Die Kommunikation über die Social Media Kanäle der Studierendenvertretungen nahm neue Formen an. Diese Kreativität möchten wir aus der Corona-Krise mitnehmen!

Zur Person

Maximilian Schwabe studiert angewandte Mathematik im 6. Semester. Seit rund drei Jahren engagiert sich der Student schon im Fachschafts- und Studierendenrat. Die Interessen der Studierenden in Freiberg zu vertreten ist ihm persönlich ein Anliegen, denn er erinnert sich noch gut an seine eigene Zeit als Studienanfänger: „Es macht mir Spaß, Dinge zu organisieren und mitzugestalten. Durch die Arbeit im Studierendenrat kann ich ein Stück meiner positiven Erfahrungen an kommende Studierendengenerationen in Freiberg weitergeben.“

Fragen beantwortet / Contact: 
Maximilian Schwabe, sprecher@stura.tu-freiberg.de