Studierende präsentieren neuen Racetech-Rennwagen in Freiberg

Vier Studierende des Racetech Racing Teams mit dem neuen Rennwagen
Um konkurrenzfähig in die neue Rennsaison zu starten, hat das Racetech Racing Team der TU Bergakademie Freiberg seinen mittlerweile achten Elektroboliden gebaut. Den RT13 enthüllte das 60-köpfige Team am 24. Mai in der Alten Mensa.

Rund neun Monate haben die Studierenden unterschiedlichster Studienrichtungen in insgesamt sieben Arbeitsgruppen (Aerodynamik, Antrieb, Elektronik, Fahrwerk, Management, Marketing, Rahmen und Simulation) an dem elektrisch angetriebenen Rennwagen gebaut. Wie es dabei hinter den Kulissen aussah, verriet das Racetech-Team Sponsoren, Förderern, Freunden und Verwandten beim Rollout. „Die Planung, Konstruktion und Fertigung hat unser Team wieder einmal viele schlaflose Nächte bereitet. Umso stolzer sind wir nun aber auf das Ergebnis und erhoffen uns für die kommende Saison viele Plätze auf dem Siegertreppchen“, erklärte Diana Weickert, organisatorische Projektleiterin des Racetech Racing Teams. Sie studiert Geophysik und Geoinformatik an der TU Bergakademie Freiberg und ist seit zwei Jahren Mitglied im Team.

Mit dem Vorgängermodell erreichten die Studierenden in der vergangenen Saison Platz Zehn der offiziellen Weltrangliste der Formula Student Electric. „Diese Platzierung wollen wir natürlich weiter ausbauen“, so Weickert. Dafür wurden einige Stellen am neuen Rennwagen optimiert. Neben weiterentwickelten Aerodynamikbauteilen hat das Team zudem elektronische Verbesserungen im Inneren des Boliden vorgenommen. Auch im Bereich Leichtbaukonstruktion sind die Freiberger Studierenden weiter Vorreiter: In der Fertigungsphase haben sie mehr denn je mit dem Material CFK experimentiert. Das besteht aus carbonfaserverstärktem Kunststoff, ist halb so leicht wie Aluminium und dabei härter als Stahl. Daraus haben die Mitglieder einen Akkucontainer in Sandwichbauweise gefertigt, der im neuen Fahrzeug erstmals zum Einsatz kommt.

Nach dem Rollout geht es zu den Formula Student Events nach Österreich (28. Juli bis 1. August in Spielberg), Ungarn (17. bis 21. Juli in Zalaegersze) und Deutschland (5. bis 11. August in Hockenheim).

Das Team des RT13. Foto: TU Bergakademie FreibergSeit 2006 entwickeln die Studierenden der TU Bergakademie Freiberg jedes Jahr ein eigenes Fahrzeug für die Rennserie „Formula Student“. Die Breite der vertretenen Studienrichtungen reicht vom Fahrzeug- und Maschinenbau, über die Gießereitechnik und Werkstoffwissenschaft bis hin zu den Wirtschaftswissenschaften.

Technische Daten:

  • Motoren: 2x Bosch SMG138 an der Hinterachse, Leistung: 2x 50 kW, max. Drehmoment: 1055 Nm
  • Inverter: selbstentwickeltes Doppelinvertergehäuse mit zwei Bosch INVCON 2.2 Invertern
  • Regelung: Torque Vectoring, Traktionskontrolle, Reichweitenregelung
  • Getriebe: zweistufiges Strinradgetriebe
  • Akku: 282 Lithium-Polymer-Zellen, Spannung: 395 V, Kapazität: 6,9 kWh, in CFK-Sandwichcontainer
  • Chassis: Aluminium-Sandwichstruktur mit Aluminiumwabenkern und gegossene Aluminiumstruktur als Heckrahmen (beinhaltet Getriebegehäuse, Motoranbindung und Fahrwerksanbindung)
  • Aerodynamik: Flügelpaket aus CFK
  • Fahrwerk: Doppeldreiecksquerlenker mit Pushrods, U-Stabilisatoren und gegossenen Radträgern
  • Gewicht: 200 kg (Vorjahr: 218 kg)

Weitere Informationen:

www.racetech-racingteam.de

www.formulastudent.de    

Ansprechpartner: 
Diana Weickert, E-Mail: diana.weickert@racetech.tu-freiberg.de