Studierende der TU Freiberg zurück von der World Mining Competition in Saskatoon

Das Team der TU Freiberg mit (v.l.) Robin Neuber, Franziska Kiesewalter, Georg M
Ende Oktober flogen vier Freiberger Studierende für einen internationalen Bergbau-Wettbewerb nach Kanada. Im Anschluss ging es für das Team auf eine zweiwöchige Exkursionsreise. Diese ist nun beendet und die Studierenden sind zurück an der TU Bergakademie Freiberg.

Bereits zum sechsten Mal nahmen Studierende der TU Bergakademie Freiberg an der World Mining Competition teil. Bei diesem messen sich Teams aus aller Welt in einer 36-Stunden-Fallstudie zu einem ausgewählten Bergbauprojekt.  In diesem Jahr ging es um eine strategische Handlungsempfehlung für eine Investmentfirma. Betrachtet wurden dabei Bergbauprojekte im Kongo sowie in Kanada. Unter Einbeziehung der zukünftigen Preisentwicklung von Kobalt, Kupfer und Silber wurden technische, soziale, politische und finanzielle Aspekte analysiert.

Den 14 internationalen Teams standen für die Bearbeitung dieser komplexen Problemstellung 36 Stunden zur Verfügung. Anschließend wurde die strategische Handlungsempfehlung vor einer Jury aus hochrangigen Unternehmensvertretern präsentiert und kritisch hinterfragt. Die Finalrunde der fünf besten Teams erreichte  das Freiberger Team um Georg Meißner (Geotechnik und Bergbau) Franziska Kiesewalter (Wirtschaftsingenieurwesen), Robin Neuber (BWL für die Ressourcenwirtschaft) und Richard Habbel (Geotechnik und Bergbau) leider nicht.

Im Bearbeitungszeitraum gab es für die Studierenden aber eine zusätzliche Zwischenprüfung.Bei dieser musste innerhalb von fünf Minuten eine Pressekonferenz zu einem Bergwerksunglück vorbereitet werden. Im Rahmen einer inszenierten Pressekonferenz musste das Team der TU Freiberg Stellung beziehen und sein Konzept vor einer Fachjury aus Experten der Branche verteidigen. Hierbei erreichten sie den zweiten Platz.

„Dabei hat sich vor allem unsere interdisziplinäre Zusammensetzung bewährt“, erklärt Richard Habbel. „Wir möchten uns vor allem bei der Fakultät für Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau mit Prof. Dr. Helmut Mischo sowie der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften mit Prof. Dr. Andreas Horsch bedanken, die uns fachlich und organisatorisch unterstützt haben“. Finanziell beteiligten sich zudem der Verein der Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg, die K+S Potash Canada, die DGWA Deutsche Gesellschaft für Wertpapieranalyse GmbH, die K+S Aktiengesellschaft (Deutschland), die Deilmann Haniel GmbH, die RWE AG, die MSW-Chemie GmbH, die LEAG und das Oberbergamt Freiberg. „Ohne die genannten Unternehmen und deren Sponsoring hätten wir unsere Reise nicht antreten können“, so Habbel.

Das Team der TU Freiberg mit (v.l.) Richard Habbel, Georg Meißner, Robin Neuber und Franziska Kiesewalter. Foto: TU Bergakademie FreibergNach der feierlichen Abschlussgala am Sonntagabend nutzt das Team die Chance, in Kontakt mit der kanadische Bergbauindustrie und Universitäten zu kommen.  Im Anschluss ging es auf eine zweiwöchige Exkursionsreise in Richtung Vancouver. Dabei besuchten sie Sponsoren, lernten auf Fachexkursionen die kanadische Bergbauindustrie (K+S, Nutrien, LehighCement) kennen und kamen in fachlichen Austausch mit Universitäten (Saskatoon, Edmonton, Vancouver) und lokalen Wirtschaftsvertretern (Hatch, Generalkonsulat Vancouver, AHK Toronto). Zudem besuchten sie das Britannia Mine Museum, ehemals einer der größten Kupferproduzenten weltweit. Neben den vielen Universitäten und Exkursionszielen konnten die Studierenden auf ihrem Weg auch die Canadian Rockies und die Natur aus nächster Nähe genießen.

Sponsoren der Delegation der World Mining Competition.

Das Team der TU Freiberg mit Betreuerin auf der Gala.
Das Team der TU Freiberg