Unseren Untergrund verstehen: Studiengang Geotechnik, Bergbau und Geo-Energiesysteme neu aufgestellt

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Wie ist der Boden unter unseren Füßen beschaffen und wie kann man seine Schätze umweltfreundlich, nachhaltig und wirtschaftlich nutzen?

Diese Frage steht im Zentrum des Diplomstudiengangs Geotechnik, Bergbau und Geo-Energiesysteme. Zum Wintersemester 2021/22 wurde der Studiengang neu konzipiert: „Neue Lerninhalte zur Geothermie sowie zu aktuellen Ansätzen für digitalisierte Systeme eines intelligenten Ressourcen-Abbaus ergänzen die geo-, ingenieur- und naturwissenschaftlichen Grundlagen. Das verpflichtende Praktikum wurde in den Studienablaufplan mit aufgenommen und die Regelstudienzeit dafür von 9 auf 10 Semester erhöht“, erklärt Prof. Helmut Mischo. „Studierende werden damit in die Lage versetzt, Lösungen für eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu finden – der Sicherung des Rohstoffbedarfs für unser modernes Leben. Denn ohne mineralische Rohstoffe, keine High-Tech-Produkte, wie Smartphones, Batterien oder Photovoltaik-Anlagen!“, verdeutlicht der Fachstudienberater.

Übrigens: Die Kombination der verschiedenen Fächer aus Geotechnik, Bergbau und Geo-Energiesysteme in einem Diplom-Studiengang gibt es nur an der TU Bergakademie Freiberg. Mit der Neukonzeption sorgt die Universität für eine breite Ausbildung der angehenden Fachleute für den Untergrund der Erde. Interessierte können sich noch bis zum 30. September direkt einschreiben.

Inhalte vertiefen im Hauptstudium: Drei Fachrichtungen zur Auswahl

Nach dem Grundstudium können sich Studierende ab dem 5. Semester für eine von drei Vertiefungsrichtungen entscheiden. In der Vertiefungsrichtung Geotechnik beschäftigen sie sich damit, wie der Untergrund als technisches Bauelement reagiert und bestmöglich auf den Bau von Brücken, Trinkwasserspeichern oder unterirdischen Deponien vorbereitet und die Bauwerke sicher mit der Erde verbunden werden können.

In der Vertiefungsrichtung Bergbau befassen sich Studierende mit der Erkundung, Erschließung und Gewinnung von mineralischen Rohstoffen. Neben Energierohstoffen und Metallen gehören dazu beispielsweise auch Hartsteine, Sand oder Salz. Zunehmend gewinnen in Studium und Praxis auch die Rekultivierung und Wiedernutzbarmachung ehemaliger Bergwerke für Folgenutzungen, aber auch für Freizeit und Erholung an Bedeutung.

Die Vertiefungsrichtung Tiefbohrtechnik, Erdöl- und Erdgasgewinnung untersucht, wie flüssige und gasförmige Rohstoffe, also Erdöl und Erdgas aber auch Erdwärme, nachhaltig gefördert werden können. Studierende, die sich für diese Vertiefungsrichtung entscheiden, lernen außerdem, wie Wasserstoff oder CO2 sicher unter der Erde gespeichert werden können und welche Vorarbeiten für die Verlegung von Stromtrassen oder Pipelines unter der Erde notwendig sind.

Studienbegleitendendes Praktikum sorgt für wichtige Praxiserfahrung

Fester Teil des Diplomstudiengangs ist ein studienbegleitendes Berufspraktikum in dem Studierende typische Einsatzmöglichkeiten und Aufgabenfelder ihres zukünftigen Berufes kennenlernen können. Das Wissen der Diplom-Ingenieurinnen und Ingenieure der Fachrichtung Geotechnik, Bergbau und Geo-Energiesysteme ist in verschiedenen Branchen innerhalb Deutschlands, aber auch weltweit gefragt. Spannende Einstiegsmöglichkeiten finden die Absolventinnen und Absolventen im Bergbau und im Bereich der Rekultivierung von ehemaligen Bergbaulandschaften, in der Entwicklung von Technologien und Maschinen zur Rohstoffgewinnung, auf Baustellen und Bohranlagen im Bereich der Tief- und Flachbohrtechnik oder der Geothermie. Absolvierende des Studiengangs arbeiten sowohl in der Industrie und in der Forschung als auch bei Behörden.

Fragen beantwortet / Contact: 
Maike Baudach, studienberatung@tu-freiberg.de