Studentenabkommen mit Technischer Universität in der Mongolei verlängert

Gruppenbild: TU Rektor und MUST-Präsident beim Unterschreiben
Am 10. und 11. April besuchte eine Delegation der Mongolischen Universität für Wissenschaft und Technologie (MUST) die TU Bergakademie Freiberg. Vor Ort verlängerte MUST-Präsident Prof. Ochirbat Baatar den Kooperationsvertrag zum studentischen Austausch mit Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht.

Die 1959 gegründete MUST zählt zu den besten Universitäten der Mongolei. Mit ihrer qualitativ hochwertigen Ausbildung bringt sie viele führender Ingenieure in den Bereichen Wissenschaft, Technologie und Technik hervor. Zu dieser Entwicklung beigetragen hat unter anderem auch das Partnerschaftsabkommen zwischen der MUST und der TU Bergakademie Freiberg, dass seit 1993 existiert und sich für bessere Ausbildungsstandards im Ingenieursbereich – speziell in bergbaurelevanten Fächern – einsetzt.

Seit 2011 gibt es eine deutsch-mongolische Kooperation bei der Ausbildung von Studierenden im Bergbaubereich. Im Rahmen des 3+2 Abkommens, im Verantwortungsbereich von Prof. Carsten Drebenstedt, absolvieren die Studierenden den ersten Teil ihres Studiums im Bachelor an der MUST und wechseln dann in den Studiengang Geotechnik/Bergbau an der TU Bergakademie Freiberg, in dem sie das Studium beenden. In ihrem dreijährigen Grundstudium erlernen sie dabei vorab die deutsche Sprache und weitere für ihren späteren Aufenthalt in Freiberg notwendigen Fächer in den Ingenieurgrundlagen. Das Abkommen wurde am 10. April verlängert.

MUST-Präsident Prof. Ochirbat Baatar beim Eintrag ins Ehrenbuch der TU. Foto: TU Bergakademie FreibergZu der angereisten Delegation, die sich auch in das Ehrenbuch der TU Freiberg eingeschrieben hat, gehörten neben dem MUST-Präsidenten Prof. Baatar und den zwei Direktoren Prof. Purev Lkhamsuren (Fakultät für Geologie und Bergbau) und Prof. Mangaljalav Chimed (Fakultät für Energietechnik) auch der erste mongolische Absolvent an der Bergakademie, Prof. Bayar Dashgunsen.

Neben den Vertragsverlängerungen standen insbesondere Gespräche zur Weiterentwicklung der Kooperation im Mittelpunkt, beispielsweise mit Wissenschaftlern im Bereich Baustofftechnik, Aufbereitung und Energieverfahrenstechnik. Wichtig war den Gästen auch ein Treffen mit mongolischen Studierenden in Freiberg, um Hinweise und Anregungen aufzunehmen.

Derzeit studieren insgesamt 45 mongolische Studierende und Doktoranden in verschiedenen Fachrichtungen in Freiberg. Aber auch Freiberger Studierende, Wissenschaftler/innen und Professoren/innen reisen für Austauschsemester, geologische Expeditionen oder wissenschaftliche Konferenzen regelmäßig in die Mongolei.

Viele der mongolische Absolventen, die in den 70er und 80er Jahren an der Bergakademie Freiberg studierten, sind heute als Hochschullehrer an der MUST tätig.