Start zum Forschungsprojekt ELIZE: Elektroimpulszerkleinerung für den Aufschluss komplexer Erze

Projektteam ELIZE am IAM (v.l.: Dr. Popov, T. Werner u.a.)
Am 01. Juli 2016 startete das Verbundvorhaben ELIZE. Ziel dieses Forschungsprojektes ist die Entwicklung einer kontinuierlich arbeitenden Maschine mit Elektroimpulsbeanspruchung zur Vorschädigung komplexer Erze.

Die Maschine soll in Kombination mit weiteren Zerkleinerungsmaschinen zur verbesserten Aufbereitung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe dienen. An der TU Bergakademie Freiberg werden unter der Leitung des Projektkoordinators die von allen Partnern entwickelten Komponenten zu einer Pilotmaschine zusammengeführt.

Vorrangig dient ELIZE, ein Projekt der BMBF-Fördermaßnahme „r4 - Innovative Technologien für Ressourceneffizienz - Forschung zur Bereitstellung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe“, der Nutzbarmachung heimischer Lagerstätten zur Gewinnung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe und damit der langfristigen Sicherung des Hightech-Standortes Deutschland. Darüber hinaus erschließt das Projekt aber auch Exportpotenziale für deutsche Maschinen- und Anlagenhersteller. Aufgrund der komplexen Zusammensetzung vieler heimischer Erze war die Aufbereitung bisher unwirtschaftlich. Eine adaptive Technologie unter Nutzung von Hochspannungsimpulsen soll dies ändern. Im Projekt ELIZE wird die bisher überwiegend in der Forschung angewandte und auf Kleinproben beschränkte Technologie in eine industriell einsetzbare kontinuierlich arbeitende Maschine mit neuartigem effektiverem Verbundaufschluss umgesetzt.

Die im Verbundprojekt tätigen Partner bringen ihre Erfahrungen aus unterschiedlichsten Gebieten ein. Sie waren zum Teil bereits in der Vergangenheit auf dem Gebiet der Elektroimpulstechnologie tätig. „Als Grundlage für die Maschinenentwicklung werden wir an Vorkenntnisse aus der u.a. bei den Projektpartnern an der TU Dresden und der Firma ‚Werner Industrielle Elektronik’ entwickelten Technik des Elektroimpulsbohrens anknüpfen. Dieses Wissen verbinden wir mit den an der TU Bergakademie Freiberg und bei der Firma G.E.O.S. Ingenieurgesellschaft Freiberg vorliegenden Erfahrungen zur Gesteinscharakterisierung und -aufbereitung. Mit dem Know-how des weltweit tätigen Maschinen- und Anlagenbauunternehmens Haver Engineering soll schließlich ein vermarktungsfähiges Produkt entwickelt werden,“ erklärt Prof. Lieberwirth vom Institut für Aufbereitungsmaschinen (IAM) der TU Bergakademie Freiberg hinzu.

Überzeugen konnte die Projektgemeinschaft vor allem mit der realisierbaren Kombination aus anwendungsnaher und interdisziplinärer Forschung sowie mit der Zusammenführung der spezialisierten Projektpartner in einem Verbundprojekt, wie Erik Anders, wissenschaftlicher Mitarbeiter der TU Dresden, erwähnt. Im Projektkonsortium arbeiten insgesamt fünf Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft, wobei alle Partner aus der Region Sachsen stammen und bereits jetzt sehr eng miteinander kooperieren.

Förderhinweis

Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) innerhalb der Fördermaßnahme „r4-wirtschaftsstrategische Rohstoffe“  (Förderkennzeichen 033R161) des Rahmen-programms Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA³) gefördert und vom Projektträger Jülich betreut. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.

Ansprechpartner:

Institut für Aufbereitungsmaschinen
Prof. Dr.-Ing. Holger Lieberwirth
Tel.: +49 3731 39-2528 
E-Mail: Holger [dot] Lieberwirthatiam [dot] tu-freiberg [dot] de