Schülerwettbewerb: Ei Caramba! Wer bastelt den besten Hühnerei-Crashkörper?

Am 1. Juli wurden in Freiberg die Preisträger ausgezeichnet, die die besten Hühnerei-Crashkörpern konstruiert haben.

Am 1. Juli wurden in Freiberg die Preisträger ausgezeichnet, die die besten Hühnerei-Crashkörpern konstruiert haben. Die Gewinner blieben nach der Preisverleihung für einen individuellen Forschungstag mit Workshops rund um das Thema Werkstoffe an der TU Bergakademie. Es war der mittlerweile vierte Schülerwettbewerb, den jährlich der Sonderforschungsbereich „TRIP-Matrix-Composite“ gemeinsam mit dem Schülerlabor „Science meets School - Werkstoffe und Technologien in Freiberg“ ausruft. 

Angesprochen waren Schüler der Klassenstufen 8 bis 12 mit naturwissenschaftlichem oder technischem Profil. Unter dem Motto „Ei Caramba!“ sollten sie in drei Monaten eine Crash-Struktur entwickeln, die leicht, fest und zugleich flexibel ist, um ein darin eingebautes rohes Hühnerei der Größe M so zu schützen, dass es einen Aufprall aus einer Höhe von zwei Metern auf einem harten Boden (Fliesen, Stein) unbeschadet übersteht. Für die Herstellung der Crashstruktur durften ausschließlich Trinkhalme, Papier und Klebeband oder Klebstoff verwendet werden. Außerdem sollten die Schüler die Werkstoffherstellung und die Tests protokollieren. 

25 Wettbewerbsbeiträge wurden eingereicht und im Forschungslabor der TU Bergakademie getestet. „Die Ergebnisse waren überaus beeindruckend! Über die Hälfte der eingesandten Crashstrukturen schützten das Ei sogar bis zu einer Fallhöhe von drei Metern“, so Dr. Peter Michel, Geschäftsführer des Sonderforschungsbereiches. Dabei wogen viele Strukturen weniger als 200 Gramm. 

Am 1. Juli wurden die drei Hauptpreise – Urkunden, iPods und ein individueller Forschertag – überreicht. Den Preis für die beste Crashstruktur konnte sich Max Stirl vom Geschwister-Scholl-Gymnasium Freiberg sichern. Den „Kreativpreis“ für die kreativste Anordnung der Materialien im Werkstoff erhielt Luise Brinster vom Johannes Kepler Gymnasium in Chemnitz. Johanna Ertle aus Finsterwalde wurde für die beste Berichterstattung ausgezeichnet. Den Preis für die beste Familienleistung, einen freien Besuch in der terra mineralia, erhielt Familie Hempel aus Dresden. Unter Anleitung von Wissenschaftlern der Bergakademie konnten die Preisträger beim Forschungstag gestern außerdem selbst Verbundwerkstoffe aus Stahl und Keramik herstellen und deren Eigenschaften mittels moderner Forschungsgeräte untersuchen.

Der Sprecher des SFB, Prof. Horst Biermann, zeigte sich durchaus erfreut über die vielen guten Einsendungen. „Es ist immer wieder schön zu sehen, wie wir mit dem Wettbewerb das Interesse der Schüler wecken.“ Dabei funktioniert dieser mitunter sogar als Mittel für die Studienwerbung. „Ein Chemielehrer aus Thüringen, der aus der Freiberger Gegend stammte, hängte das Plakat für den Schülerwettbewerb an seiner Schule aus“ erzählt Prof. Biermann. „Einer seiner Schüler wurde durch das Plakat auf die Bergakademie und das Thema Werkstoffe aufmerksam und ist jetzt Student bei uns.“

Der Wettbewerb wurde durch den SFB 799 „TRIP-Matrix-Composite“ ins Leben gerufen. Im SFB arbeiten Wissenschaftler aus vier Fakultäten der TU Bergakademie Freiberg an einer neuen Klasse von Hochleistungsverbundwerkstoffen aus Stahl und Keramik. Es sollen extrem beanspruchbare und dennoch gut verformbare Werkstoffe entstehen. Wissenschaftler, Doktoranden und Studenten des SFB haben als Jurymitglieder die Wettbewerbsbeiträge begutachtet und die Preisträger durch den Forschungstag begleitet.

http://sfb799.tu-freiberg.de   

Ansprechpartner:

Prof. Horst Biermann


Sprecher SFB 799 "TRIP-Matrix-Composite"

Telefon: 03731/39 3564
biermannatww [dot] tu-freiberg [dot] de