Schmelzen, Verbrennen und Recyceln: Neuer Professor für Hochtemperaturprozesse in der Metallurgie

Prof. Dr. Charitos bei der Übergabe der Berufungsurkunde
Im März nahm Prof. Dr. Alexandros Charitos die Tätigkeit am Institut für Nichteisen-Metallurgie und Reinststoffe auf. Der promovierte Ingenieur kommt von der Universität McGill in Montreal und hat langjährige Erfahrung in der industriellen Auslegung von metallurgischen Anlagen und Prozessen.

Der 38-jährige schloss seine Promotion am Institut für Feuerungs- und Kraftwerkstechnik der Universität Stuttgart zum Thema CO2-Abscheidung mit Auszeichnung ab und war anschließend am deutschen Standort des finnischen Konzerns Outotec als leitender Ingenieur beschäftigt. Dort war er an der Entwicklung von nachhaltigen Technologien zur Gewinnung und Aufbereitung von Metallen, wie Zink, Kupfer, Aluminium, Gold oder seltene Erden beteiligt. Bevor er nach Freiberg kam, war der Ingenieur an der Universität McGill als Assistant Professor tätig und beteiligte sich dort unter anderem an der Grundlagenforschung zu Ferrolegierungen sowie an der Projektierung von Laboreinheiten für Recycling-Prozesse in der Metallurgie.

Neben der Erforschung von Recycling-Prozessen möchte Charitos nun in Freiberg sein Verständnis von CO2-armen metallurgischen Prozessen unter Nutzung alternativer Energiequellen, wie zum Beispiel Mikrowellen- oder Solarenergie, erweitern und die Labore und Pilotanlagen des Instituts für Nichteisenmetallurgie und Reinstoffe sowie die technische Infrastruktur im neu entstehenden Zentrum für effiziente Hochtemperatur-Stoffwandlung nutzen. „Ich freue mich auf das interdisziplinäre Arbeiten in Freiberg und möchte auch die Nähe zu anderen Forschungseinrichtungen vor Ort, wie zum Beispiel dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie, nutzen“, sagt der Ingenieurswissenschaftler.

Mit Prof. Dr. Alexandros Charitos wird im März die dritte Professur aus dem von Bund und Ländern finanzierten Tenure-Track-Programm besetzt. Ziel der Förderung ist es, junge Nachwuchswissenschaftler/innen an deutschen Universitäten zu halten. Die W2-Professur ist zunächst für sechs Jahre ausgelegt und enthält die Option auf eine anschließende Festanstellung (Tenure-Track). An der TU Bergakademie Freiberg sind insgesamt acht Stellen auf den Gebieten der Naturwissenschaften, der Mathematik und Informatik, der Material- und Werkstoffwissenschaften sowie der Geowissenschaften geplant.

Das Tenure-Track-Programm

Deutschlandweit fördern Bund und Länder 1.000 zusätzliche Tenure-Track-Professuren an 75 Hochschulen. Für das bis zum Jahr 2032 laufende Nachwuchsforscherprogramm steht ein Fördervolumen von bis zu einer Milliarde Euro zur Verfügung. Weitere Informationen