Rollout des neuen Elektro-Rennwagens RTo9

Der neue RTo9
Am Freitag (22. Mai) präsentierten die Studenten des Racetech Racing Teams den neuen, in Eigenregie konstruierten Elektro-Rennwagen RT09 erstmals vor Sponsoren, Förderern, Unterstützern und Freunden.

Es ist der vierte vollkommen elektrisch betriebene Rennwagen. Auch in diesem Jahr schraubten und schliffen die Studenten der TU Bergakademie Freiberg in der Werkhalle bis zur letzten Minute. Die weltweit einzigartige Außenhaut aus Magnesium und das Aerodynamik-Paket wurde erst nach dem Transport in der Alten Mensa kurz vor dem Rollout des RTo9 montiert. 

Die Vorbereitungen zum Rollout begannen im Oktober 2014 mit 63 studentischen Teammitgliedern. In acht Arbeitsgruppen (Organisation, Außenhaut, Antriebsstrang, Rahmen, Simulation, Fahrwerk, Aerodynamik, Elektronik) planten, konstruierten und fertigten die Studierenden aller Fachrichtungen den RTo9 – und nahmen dafür neben dem Studium so manche schlaflose Nacht in Kauf. Nach dem Rollout geht es auf die Teststrecke in Freital und anschließend zur Formula Student im Hockenheimring, in Spanien und Italien – die studentische Formel 1-Liga. 

„Das Team will die drei bevorstehenden Formula Student Events der Saison erfolgreich abschließen und den Platz in den Top 10 der Weltrangliste verteidigen“, erklärt Teamleiterin Friederike Epmann. Von der Konzeption bis zur Fertigung sind gerade einmal knapp acht Monate vergangen. „In unserer mittlerweile neunten Saison wagen wir die ersten entwicklungstechnischen Schritte hin zu einem einzigartigen Magnesium Monocoque. Auch ein Aero-Package, welches sich bereits in der Vorsaison als Blickfang und äußerst erfolgreich herausstellte, wird optimiert, weiterentwickelt und gibt dem Ganzen ein völlig neues aerodynamisches Design vor. Zudem führt eine insgesamt kleinere Flügelfläche, welche die Funktion hat, den Abtrieb zu verringern, zur Umsetzung eines Abtriebs erzeugenden Diffusors im Unterbodenbereich. Wir möchten auch in dieser Saison traditionell unseren Vereinsleitlinien treu bleiben und bauen das Konzept weiterhin auf innovativer Eigen- und Weiterentwicklung auf“, verrät Friederike Epmann.

Jedes Jahr entwickelt das studentische Racetech Racing Team der Universität, darunter Studenten aus dem Studiengang „Fahrzeugbau: Werkstoffe und Komponenten“, ein eigenes Fahrzeug für die Rennserie „Formula Student“. Der Fokus liegt bei jedem Modell auf innovativen Materialien und speziellen Fertigungstechnologien. In diesem Jahr ist es den 63 Studenten des Racetech-Teams erneut gelungen, dem Auto eine besondere Außenhaut aus Magnesium zu geben. Das Verfahren hierfür wurde eigens an der Universität entwickelt. Diese spezielle Außenhaut ist besonders leicht und damit ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltige Mobilität. 

Technische Daten:

  • Motoren: 2x Bosch SMG138
  • Inverter: selbstentwickeltes Doppelinvertergehäuse mit zwei Bosch INVCON2.2 Inverter Leistung: 2x 40 kW
  • Torque Vectoring (Motorenregelung)
  • Akku: Spannung: 350 V
  • Anzahl LiPo Zellen: 288, Kapazität: 6,7 kWh
  • max. Drehmoment an der Hinterachse: 1200 Nm
  • Gewicht: 210 kg (Vorjahr: 213 kg)
  • handgefertigte Magnesium-Außenhaut
  • Flügelpaket aus CFK
  • gegossene Aluminiumstruktur als Heckrahmen (beinhaltet Getriebegehäuse, Motoranbindung, Fahrwerksanbindung, Flügelanbindung)
  • Hybrid-Felgen (CFK Felgenbett und gegossener Magnesium-Felgenstern) 

Livestream zum Rollout am 22.05. ab 18 Uhr: http://blogs.hrz.tu-freiberg.de/elearning/ (demnächst erscheint das Video im Youtube-Channel der Universität)

Informationen zum Studium:  

Der Diplom-Studiengang „Fahrzeugbau: Werkstoffe und Komponenten“ ist in seiner Ausrichtung einzigartig in Deutschland. Die Ausbildung an der TU Bergakademie wird durch einen wissenschaftlichen Beirat unterstützt, in dem u.a. Audi, Porsche, DaimlerChrysler und VW vertreten sind. Besonders die Studierenden profitieren von dieser Zusammenarbeit. Vertreter der großen Automobilhersteller und -zulieferer treten unter anderem auch als Dozenten auf. Im Studium wird Wissen zu Berechnung, Konstruktion, Fertigung, Werkstoffauswahl, Qualitätsprüfung und Recycling von Fahrzeugkomponenten vermittelt, aber auch vertiefende ingenieurwissenschaftliche Kenntnisse für den Fahrzeugbau, etwa im Bereich Konzeption und Auslegung von Leichtbaustrukturen, Konstruktionsanalyse, Simulation sowie Auslegung geschlossener Prozessketten der Ur- und Umformtechnik. Der Diplomingenieur Fahrzeugbau kann nach seinem Studium in der gesamten Zulieferindustrie und im Fahrzeugbau eingesetzt werden

(c) TU Bergakademie Freiberg / Mario Köhler, Steffen Weinhold
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