Rektorinterview

Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht im Porträt
Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht beantwortet die wichtigsten Fragen zu seiner zweiten Amtszeit und seiner Investitur am 14. Oktober.

Herr Professor Barbknecht, am 14. Oktober fand Ihre Investitur statt und Sie haben in Ihrer Rede Schwerpunkte für die kommenden fünf Jahre genannt. Viele von unseren Universitätsmitgliedern konnten das online verfolgen, aber viele auch nicht. Wird das nochmal nachzulesen sein?

Ja, die Rede befindet sich gerade in der redaktionellen Bearbeitung und wird dann im kommenden Heft der Acamonta, der Jahreszeitschrift des VFF, abgedruckt werden. Sie steht damit im November zum Nachlesen zur Verfügung.

Es handelt sich um ein umfangreiches und arbeitsintensives Programm. Das werden Sie nicht allein schaffen können. Wer soll Sie auf der Ebene der Hochschulleitung dabei unterstützen?

Die Bergakademie ist eine teamorientierte Technische Universität. Die Gestaltung der Universität muss daher auch teamgetragen sein. Dazu gehören neben allen Mitgliedern der Universität auf der Leitungsebene natürlich auch die Dezernenten und Dekanate. Wir haben das große Glück, in allen Fakultäten sehr befähigte Dekane und Prodekane im Amt zu haben, die durch sehr gute Dekanatsrätinnen und Sekretariate unterstützt werden. In der Rektoratskommission Consilium Decanale haben wir gemeinsam als Rektorat und Decanale gut zusammenarbeiten können. Ich freue mich, dass die Dekane und Prodekane auch weiterhin an Bord bleiben werden.

Sie sprachen das Rektorat an. Hier werden nicht alle an Bord bleiben können. Frau Prof. Rogler und Herr Prof. Kawalla scheiden auf Grund der gesetzlichen Regelungen auf jeden Fall aus.

Frau Prof. Silvia Rogler muss auf Grund der gesetzlichen Regelung ausscheiden, dass Rektoren und Prorektoren nur jeweils einmal wiedergewählt werden dürfen. Sie war auch bei meinem Vorgänger, Altmagnifizenz Prof. Bernd Meyer, im Rektorat und kann daher nicht noch einmal antreten. Herr Prof. Rudolf Kawalla hat seinen Ruhestand zwar freundlicherweise hinausgeschoben, wird Ende Oktober nun aber auch emeritiert. Beide haben in den letzten fünf Jahren Großartiges geleistet und sind mir gute Ratgeber und eine große Entlastung als Prorektorin für Bildung und Prorektor für Forschung. Herr Prof. Urs Peuker ist während meiner ersten Amtsperiode zum Team hinzugestoßen und hat sich mit großer Effektivität und Effizienz hauptsächlich der Themen Strukturentwicklung und Digitalisierung der Universität angenommen. Allen drei Rektoratsmitgliedern danke ich herzlich für die geleistete Arbeit und für das vertrauensvolle kollegiale Arbeitsklima.

Wie soll es hier weitergehen?

Am 27. Oktober wird der Senat wieder tagen. Ihm obliegt die Wahl der ProrektorInnen. Tagesordnungspunkt 9 wird die Wahl der Prorektoren sein. Ich werde dem Senat vorschlagen, Herrn Prof. Urs Peuker erneut als Prorektor für Strukturentwicklung zu wählen. Als Prorektorin für Bildung werde ich dem Senat Frau Prof. Swanhild Bernstein und als Prorektor für Forschung Herrn Prof. Jörg Matschullat vorschlagen. Die vorgeschlagenen Kandidaten werden während der Sitzung sich selbst und die Schwerpunkte, die sie in ihrer Amtszeit als ProrektorInnen setzen wollen, vorstellen.

Es sind nicht nur die Zukunftsfragen, die auf der Tagesordnung stehen. Was gilt für die Bergakademie nun in den derzeitigen Pandemie-Zeiten?

Zunächst darf ich hier nochmals auf die unter https://tu-freiberg.de/corona veröffentlichten Regelungen verweisen. Sie gelten bis auf Weiteres und sind strikt einzuhalten. Ich bitte alle Universitätsangehörige, die Pandemie ernst zu nehmen und im privaten wie auch universitären Umfeld die AHA-L Grundregeln zu befolgen. Bitte verzichten Sie auf dienstliche und private Feiern, verzichten Sie auf persönliche Kontakte, wo immer möglich, und meiden Sie größere Menschenansammlungen. Es ist in Ihrem eigenen Interesse und Ihre gesellschaftliche Verantwortung. Wie wir über dieses Wintersemester kommen werden, hängt ganz entscheidend vom Verhalten jedes Einzelnen ab. Ich hoffe, dass wir eine erneute Komplettschließung der Universität vermeiden können, wenn wir uns alle verantwortungsbewusst verhalten werden.

Was aber, wenn sich jemand nicht an die Regeln hält?

Wir werden in diesen speziellen Einzelfällen von unserem Hausrecht Gebrauch machen müssen. Die Einhaltung der Regeln ist Teil der Sicherheit und Ordnung in unseren Gebäuden. Aufgrund entsprechender Vollmachten ist jede(r) Lehrende(r) zur Ausübung des Hausrechts in ihren/seinen Veranstaltungen ermächtigt. Dasselbe gilt für Laborleiter, Hausdirektoren, Dekane und den Kanzler in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen. Im Zweifel sind Lehrveranstaltungen abzubrechen. Die bisherige Erfahrung zeigt aber ein großes Verantwortungsbewusstsein und eine große Kooperationsbereitschaft bei den Mitgliedern der Bergakademie, weshalb ich davon ausgehe, dass wir keine besondere Ausübung des Hausrechts brauchen werden.

Sie haben in Ihrer Rede das weitere Wachstum der Universität angesprochen. Worauf bezieht sich dieses Wachstum?

Der Campus hat sich entwickelt und wird weiter ausgebaut. Mit unserem Konzept des „Wissenschaftskorridors“ rücken Universität und Stadt stärker zusammen. Auf dem Campus wurde in den letzten Jahren dafür umfangreich gebaut. Es gibt moderne Gebäude, die hervorragende Forschungs- und Studienbedingungen bieten und die ein Wachstum der Studierendenzahlen bei gleichzeitiger Beibehaltung unserer sehr guten Qualität des Studiums ermöglichen. Ein gutes Signal in Richtung Wachstum sind auch die diesjährigen Einschreibungen. Mit dem großen Engagement der MitarbeiterInnen der Universität unter den aktuellen Bedingungen ist es uns gelungen, zum Wintersemester 2020/21 mehr Studierende im 1. Hochschulsemester einzuschreiben als im Vorjahr.